Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de

Das Yolande Jersey von Café du Cycliste gehört mit in die „Sur le Bitume“-Linie. Ursprünglich wollte ich das Trikot deshalb passend mit sportlichem Crosser präsentieren. Aufgrund einer bevorstehenden Reise musste ich meine Testräder umdisponieren und bleibe vorerst Urbanist auf einem Pahley Guv´nor. Bereits diese scheinbare Zweckentfremdung eines für die Performance konzipierten Kleidungsstückes macht den Kernreiz von Café du Cycliste deutlich: In erster Linie haben die von der Riviera den ganz großen Stil.

Natürlich wissen die Franzosen auch ziemlich gut, wie man verführt. Das beginnt schon bei der Verpackung. Das Yolande Jersey kam leicht provenzalisch im karierten Kissenbezug hier an. Das geht weiter über Design, Schnitt und Naht, und endet vielleicht beim Firmenlogo selbst, ich meine diese lebensbejahende Silhouette einer Frau auf dem Rad.

Klassischerweise ist das Trikot hinten etwas länger geschnitten, vorne beinahe zu kurz für meine Größe XL. (Es wird meines Wissens aber noch eine größere Ausführung angeboten.) Rot bzw. „rust“ gehört nicht unbedingt zu meinen persönlichen Lieblingsfarben als Model. Davon abgesehen gefiel mir die Farbtiefe sowie eine Struktur des Stoffes, die manchmal sogar einen leichten Samteffekt erzeugt.

Nach und nach entdeckte ich die Applikationen: Drei Taschen plus eine kleine mit Zipper hinten, eine ebensolche auf der rechten Brustseite. Verstärkte Schulterpolster, reflektierende Streifen am Kragen, an den Unterarmen und unterhalb des Rückens, brauner Samtschoner an den Ellenbogen sowie der Samtabschluss unter dem Reißverschluss. Stilistisch beinahe schade, dass der hellblaue Innenzug, der das Trikot im Beckenbereich abschließt und hält, nicht von außen zu sehen ist.

Erst nach dieser in Inaugenscheinnahme akzeptierte ich das Material selbst, die in Italien hergestellte Merino Techno Wool: 72 Prozent Polyester, 24 Prozent Merinowolle, 4 Prozent Polyamid. Ein Material, das sich beim Tragen als angenehm erwies. Vor Wind schützt das Kleidungsstück allerdings nicht. Bei kühleren Temperaturen sollte deshalb noch eine Schicht darüber getragen werden. Auf die heißen Tage habe ich wohl nicht als Einziger bisher vergeblich gewartet, sodass ich nicht viel über die Temperaturaußengrenze nach oben berichten kann. Gehen wir auch immer davon aus, dass der Wärmehaushalt individuell unterschiedlich ist. Der Hersteller zumindest empfiehlt das Yolande Jersey für Frühling, Herbst und Winter.

Wie bereits angedeutet, habe ich das sportliche Trikot der urbanen Mode einverleibt. Für mich ist dabei so etwas wie ein Wohlfühljäckchen für den Frühling herausgekommen. Wer meine Prioritäten in dieser Reihenfolge nachvollziehen kann, darf sich rückhaltlos in das Yolande von Café du Cycliste verlieben. Die Investition liegt bei 145,00 Euro. Im Folgenden noch ein paar aussagekräftige Fotos, die auch auf die angesprochenen Details hinweisen. Und wer etwas mehr über die junge Firma wissen möchte, lese mein Interview mit Geschäftsführer Remi Clermont oder besuche die Website von Café du Cycliste.

Text: wscher / Fotos: A. Jeltschin

Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.deFoto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de