Foto: Georgia in Dublin

Georgia in Dublin

Foto: Georgia in Dublin

Zu den Pionieren in Sachen urbaner Fahrradmode gehört Georgia aus Dublin. Das Mutter-Tochter-Unternehmen war bereits 2009 am Markt und ist mit seinen „Rainwraps“ besonders bei den Damen bis heute ungebrochen populär. Bevor das Brand am kommenden Wochenende zum ersten Mal auf der Berliner Fahrrad Schau ausstellt, sprach fahrradjournal mit Georgia Scott, der Tochter.

Die fährt heute zwar ein Hollandrad. Doch vielleicht erzählen private Fotodokumente ja den wahren Ursprung der Unternehmensgeschichte. Noch vor dem pink „Crocodile Racer“ ist Georgia hier auf dem Fahrrad ihres Großvaters in der Countryside unterwegs. „Das Haus“, sagt sie, „lag ziemlich isoliert. Das Fahrrad war ein wunderbarer Weg die Welt zu entdecken und uns nie zu langweilen.“

Foto: Georgia in Dublin
Aus der Entdeckerin wurde eine typische Pendlerin auf dem Rad. Vor Georgia in Dublin soll es in Irland nicht wirklich tragbare Regenbekleidung für Fahrradfahrer gegeben haben. Gemeinsam mit ihrer Mutter, Mode-Designerin Nicola Orriss, erarbeitete sie deshalb 2009 das Unternehmenskonzept. Ein Team, dessen Rollenaufteilung funktioniert: Die Mutter entwickelt Prototypen, die dann in Polen gefertigt werden. Die Tochter hat den Blick für die Details. Sie ist auch das Gesicht der Firma, für das Marketing und die Geschäfte zuständig. Schließlich hat sie „die letzten zehn Prozent”, die das Business komplett machen.

Obgleich Stil und Funktion verschmelzen, wollen die Produkte von Georgia in Dublin einen persönlichen Kleidungsstil nicht ersetzen. Bieten sie doch flexibel nutzbare Zusatzbekleidung, die sogar von Reitern und Skifahrern getragen wird und meistens noch eine weitere Funktion hat. So lässt sich der Wickelrock zum Beispiel auch als Picknickdecke ausrollen. Georgia sagt: „Es ist zwar ein bisschen Verallgemeinerung. Aber ich vermute, Männer haben für jede Tätigkeit spezielle Bekleidungsstücke. Frauen dagegen müssen viel überlegen, vielleicht passiert dies oder jenes.“

Zu den Bestsellern der Firma zählen der erwähnte Rainwrap und als dessen Ergänzung die Leggits für trockene Füße auch in High Heels. Die Überschuhe dürfen sich sogar mit einem Eurobike Award 2011 schmücken. Interessant sind dezent reflektierende Westen, deren Design leicht an Konstruktivismus erinnern und die sich damit wunderbar von den pädagogischen Warnwesten absetzen, die aus jeder unschuldigen Radfahrt eine strenge Belehrungsstunde über Sicherheitsabstand machen. Weiter erwähnt sei die Dublette, eine Art Reiterjacke mit Fishtail, die sich je nach Situation anpassen lässt. Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken. Georgia packt die gesamte Kollektion für Berlin zusammen. Auf der Berliner Fahrrad Schau 2014 darf dann anprobiert und – bei Gefallen – sogar gekauft werden.

Text: wscher / Fotos: Georgia in Dublin

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