Foto: wscher / www.fahrradjournal.de„Go by bicycle. Feel the elements and contemplate nature”, heißt es bei PEdALED. Und steckt in dieser legeren Radbekleidung nicht schon so etwas wie Entschleunigung auf dem Rad? Deutlich setzt sich das Label von herkömmlicher Radsportbekleidung ab und zielt damit auf den Alltagsradler. Geboten werden großzügige Schnitte, Extras wie der mit einem Ruck zu öffnende Zipper (s. Urban Jacket) oder reflektierende Streifen auf der Jeans. Nach eigenen Angaben kommt der Designer Hideto Suzuki beim Radfahren auf die notwendigen Details der jeweiligen Schnitte. Bereits auf der letzten Bread and Butter im Sommer probierte ich das ein oder andere Kleidungsstück (allerdings ohne Rad) aus und kann zumindest eines versichern: Alles äußerst bequem. Dabei wechselte ich auch ein paar Worte mit dem Designer.

 

Hideto Suzuki, wie kleidet sich ein Japaner aktuell auf dem Rad?

Seit dem Tohoku-Erdbeben im März 2011 fahren mehr Leute bei uns Rad, viele im Freizeitlook. Aber noch immer genießen Japaner das Radfahren als Sport am Wochenende. Die tragen dann Funktionskleidung.

Auch von PEdALED gibt es eine Fahrradjeans. Hilft es eigentlich, wenn große Denim-Marken ihre eigene Kollektion für Radfahrer herausbringen?

Also, das ich glaube ich eher nicht.

Sie haben gesagt, PEdALED  sei eine Antwort auf den rasch wechselnden Modemarkt. Was bedeutet das?

Ich bemühe mich lieber, aus PEdALED eine etablierte Marke zu machen, als einen rasch wechselnden Markt zu bedienen und in kurzer Zeit möglichst viel zu verkaufen. Gleichzeitig forsche, entwickle and aktualisiere ich die Produkte, um sie an gegenwärtige Bedürfnisse anzupassen.

Wo kommt die Inspiration her?

Beim eigenen Radfahren oder wenn ich mir Architektur anschaue. Das ist alles Do-it-yourself.

Und wie ist der Weg von der Idee zum Produkt?

Meine Ideen zeichne ich auf, variiere viel und entwerfe mehrmals neu. Einige Ideen greife ich schließlich auf und fertige Origami-Teile an. Dann diskutiere ich das Design mit dem Schnittmacher und ein erstes Testsample wird hergestellt.

Nach dem Weggang von Shimada und vor PEdALED sind Sie erst einmal gereist …

Ich musste mich wirklich davon trennen, den schnellen Markt zu bedienen. Deshalb reiste ich durch die Vereinigten Staaten und Kanada, dort traf ich auf einen Blockhausbauer. Von ihm erfuhr ich die Wärme des Handwerks und die Großartigkeit natürlicher Materialien.

Und wie hat sich das Bauen von Blockhäusern auf das Entwerfen von Mode ausgewirkt?

Meine Produkte und Blockhäuser haben eines gemeinsam: Im Lauf der Zeit werden sie Teil des Lebens.

 

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Text: wscher / Video: PEdALED / Fotos: PEdALED / wscher

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