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H&M for Brick Lane Bikes startet am 7. März

Foto: H&MDass es mit „H&M for Brick Lane Bikes“ zukünftig bei H&M eine Kollektion für urbane Fahrradfahrer geben wird, darüber habe ich bereits im fahrradjournal berichtet. Wie bei anderen großen Brands, hält man es bisher nicht für nötig, eine eigene Linie auch für Bikerinnen herauszubringen, selbst wenn das nicht mehr ganz dem Straßenbild der Metropolen entspricht. Auch darauf habe ich wie üblich hingewiesen. Und wie erwartet tauchten in Hinblick auf das Unternehmen H&M Kommentare auf, die dessen Glaubwürdigkeit in Sachen Nachhaltigkeit infrage stellten. Immerhin, der Konzern betont die Nachhaltigkeit der Materialien: Biobaumwolle, recycelter Polyester und recycelte Baumwolle. Ein Hinweis darauf, unter welchen Bedingungen genau die Materialien (wieder-)hergestellt wurden, fand sich in der jüngsten Pressemitteilung zwar nicht. Allerdings ist die 11-teilige Kollektion Teil der H&M „Conscious-Initiative”.

Zur Kollektion gehören eine Radlerjacke aus wasserabweisenden und atmungsaktiven Materialien, mit Lüftungsöffnungen und geklebten Nähten. Dank einer Innentasche und Schulterriemen kann sie wie ein Rucksack getragen werden. Weiter gehören u. a. dazu: Ein Top mit Reißverschluss, ein T-Shirt mit Tasche auf dem Rücken, bunt gestreifte Henley-Hemden aus Merinowolle oder Baumwolle sowie Radlerhosen, deren getapte Nähte im Innern reflektieren und sichtbar werden, krempelt man die Hose hoch. Die Preise klingen doch sehr nach H&M und liegen zwischen 9,95 Euro für ein Cap und 79,95 für ein Shell Jacket. Den Stretch Blazer (Foto unten) gibt es für knapp 60,00 Euro.

Alles von Brick Lane Bikes auf den Straßen Londons getestet, sagt Designer Petter Klusell. Und Feya Buchwald, der Gründer von Brick Lane Bikes, ist schon ganz ungeduldig: „I can’t wait to see guys wearing these clothes as they ride the streets of the world.” Wem das auch so geht: Ab 7. März gibt es die Sachen in 180 H&M-Geschäften und online. Heute wurden ein paar mehr Fotos sowie ein Video zur Kollektion veröffentlicht, was ich nicht vorenthalten will. Und wer es nicht so mit der Kleidung hat, der werfe mal einen Blick auf die Bikes.

Text: wscher / Fotos und Video: H&M

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5 Comments

  • Spezielle Kleidung nun auch fürs Radeln im Alltag in der Stadt? Irgendwie werd ich das ungute Gefühl nicht los, dass diese Entwicklung zwar toll für die Hipster-Szene ist, gleichzeitig aber viele Leute davon abhält, selber aufs Velo zu steigen, wenn man dazu neben einem Velo auch noch eine spezielle Ausrüstung braucht. Und mal ehrlich: Shorts hat doch schon jeder im Schrank, Karohemden auch. Und der schicke Bart wird ja wohl nicht mitgeliefert ;-). Ich halte es eher mit Grant Petersen: Just Ride (wenn auch nicht ganz so spartanisch wie er).

    • Neu ist das nicht gerade. Radmode wird ja bereits seit dem 19. Jahrhundert angeboten. H&M greift hier wiederum nur einen Trend auf, der in den letzten Jahren eine Fülle qualitativ unterschiedlicher Angebote für urbane Radfahrer/innen hervorbrachte (siehe Brandlist), die Menschen doch wohl eher Lust aufs Rad machen, zumal sie eben Angebote und keine Pflicht sind. Es gibt nämlich auch die Sichtweise: Radfahren? Da mache ich mich ja dreckig! Oder: Radfahren? Da muss ich ja diese hässlichen schwarz-gelben Spandexklamotten anziehen. Heute können Radfahrer/innen ohne Klamottenwechsel, Dusche und Spind täglich vom Rad herunter ins Büro kommen, weil sie eine Radmode tragen, die Chic und Funktion verbindet. Viele Städte haben weltweit diesen Modeaspekt aufgegriffen und eher dazu benutzt, das Radfahren sexy und populär zu machen. Eine Fahrradmodenschau etwa gehörte zum Werbemittel fürs Rad der Stadt München. Und ob es wirklich nachteilig fürs Fahrrad ist, wenn den „Kids“ beim Shoppen von den H&M-Läden bis zu den Levi´s Stores überall „Fahrradbekleidung“ angeboten wird?

      Am Ende gilt, was ich bereits mehrfach geschrieben habe. Weder gibt es „den Radfahrer“ oder „die Radfahrerin“ noch ist urbane Radmode Pflicht. Ich halte sie für eine Bereicherung der Fahrradkultur an der ganz unterschiedliche Typen Spaß haben können. Der Hipster hat mittlerweile allerdings einen sehr sehr langen Bart …

  • Mit den geilen Klamotten würde ich bestimmt kein Rad fahren. Meine Jeans scheuern regelmäßig durch. Das hat auch nichts mit Radfahren zu tun, sondern einfach nur mit Angeberei & Trendwahnsinn. Schön im Sommer Radfahren und gut aussehen, das kann jeder. Kaum fängt es an zu regnen, verpufft der Effekt.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Models auch bei Minusgraden, Schneeregen und Windstärke 4 auf dem Rad unterwegs sind und dabei noch lasziv lächeln, oder gar eine Ahnung haben, wie es um das Thema Radverkehr steht.
    Keine Frage, die Kleidung, das hammer Fahrrad!, alles top, aber wäre für mich für den täglichen Gebrauch à knapp 40 km nicht geeignet.

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