Foto: Firmament

Dunkel ist´s draußen, wie nicht anders zu erwarten war. Das ist noch lange kein Grund, das Fahrrad stehen zu lassen. Ebenfalls kein Grund, sich zum Zwecke besserer Sichtbarkeit wie ein Straßenkehrer zu verkleiden. Wir leben schließlich im Jahre 2012, und das hält reichlich Alternativen vor. Als wir das letzte Mal reflektierende Kleidung vorstellten, kommentierte Leser ROD den Beitrag zwar so: „… Fahrradfahrer sind unabhängig von der Farbe ihrer Kleidung vollwertige Verkehrsteilnehmer und es genügt vollkommen, wenn sie sich an die STVO halten. [...] Das Tragen von Reflektor-Kleidung ist eine weitere unnötige Anpassung an die allgemeine Dominanz von Autos und wird die Akzeptanz von Fahrrad als normalem Verkehrsmittel nicht verbessern.“ fahrradjournal kann sich aber gut vorstellen, dass es noch andere Motivationen gibt, zu einem Kleidungsstück zu greifen. Was zum Beispiel, wenn die Fahrradmode ein großer Spaß wäre, der nebenbei andere zum Radfahren animiert?

Zuletzt hat fahrradjournal die leuchtende Mütze vorgestellt, was auf den Trafalgar Square nach London führte. Man kann die Sache natürlich auch von der Sohle her angehen. Le Dernier Cri: Leuchtendes Schuhwerk. Diese Spur führt nach New York. Der „LunarGrand Chukka Refective“, was für ein klingender Name!, könnte die November-Stimmung deutlich heben. Wenn wir richtig vermuten, gibt´s den in einem Geschäft namens Firmament. Kleine Abschweifung: Beim letzten Besuch dort wurde wieder einmal klar, dass auf geeigneter Radbekleidung nicht unbedingt „Radbekleidung“ draufstehen muss. Der Trend des Städters bewegt sich ohnehin in Richtung urbaner Funktionsbekleidung. Und die hat den in Outdoor-Fleece gepackten Rentner-Look eines berühmten Outdoor-Herstellers, der in unseren Städten etwa so verbreitet ist wie H & M, längst überwunden und kann auch vom Look her eher James Bond anempfohlen werden. Sich so smart durch die Welt zu bewegen, hat natürlich seinen Preis. So kostet eine Jacke dort schon mal einen Tausender. Welche Innovationen hinter der Summe stecken, ist eine Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll. Für jetzt bleibt der „LunarGrand Chukka Reflective“ das Objekt der Begierde. Versprochen werden reflektierende Materialien, eine weiche Lederkonstruktion und eine limitierte  „Black-Pack-Kollektion“. Zu haben für schlappe 330,00 Euro. Und damit wird eingeräumt, dass auch der große Spaß seinen Preis hat.

Text: wscher Fotos: wscher / Firmanment

 

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