Foto: Judith Weibrecht

Merino von orwi: Hübsch und überzeugend funktional

Foto: Judith WeibrechtDie Merinowolle ist zurück. Mit ihr kamen auch eine Reihe neuer Marken. Zum Beispiel die deutsche Firma O.R.Wi. Deren Gründer Daniel Winkler und Klaus Obermeier lernten sich über das Sammeln von historischen Rennrädern kennen. Für die Teilnahme an der italienischen l’ Eroica bestellten sie 2010 individuelle Stricktrikots in den USA. Rundweg zufrieden waren sie nicht. Deshalb mussten sie es wohl selber machen.

Im Sommer 2012 riefen sie orwi ins Leben. Der Name nimmt Bezug auf die beiden Gründer. Die Merinogarne für ihre Trikots kommen aus der Provinz Vigliano in Italien, die Hemden werden in Deutschland designt und hergestellt.

Einige Wochen lang habe ich die Kurz- und Langarmtrikots des Unternehmens ausprobiert. Der etwas größere Typus um 1,90 Zentimeter darf sich hier auch endlich einmal über ausreichende Längen freuen. Doch zuerst handelt es sich um einen respektabel dicken Stoff in satten Farben, der sich trotz dieser Stärke überraschend funktional zeigt. In der Zeit zwischen Frühling und Sommer, als ich für die Eroica Britannia trainierte, schwankten die Temperaturen. Dennoch erfüllte sich stets das große Merino-Versprechen vom Klimaaustausch. Zumindest für mein Temperaturempfinden reguliert der Stoff reguliert Wärme wie Kälte optimal.

Auf meinen Versuchen Berganstiege zu trainieren bin ich durchaus ins Schwitzen gekommen. Dass sich dabei auch nach der achten Trainingsfahrt keine besondere Geruchsentwicklung im Stoff bemerkbar machte, war beinahe unheimlich. Schließlich habe ich die Oberteile per Handwäsche gewaschen, auch wenn es vermutlich nicht nötig gewesen wäre. Danach zeigten sie sich in Form und Farbe wie gehabt.

Weil ich immer einen Merino Baselayer unter dem Trikot trage, kann ich von Kratzen nichts berichten. Hinten befinden sich drei klassische Rückentaschen mit Knopf, die jedenfalls die üblichen Trinkflaschen ausgehalten haben. Bei aller kritischer Arbeit fällt das Ergebnis also rundweg positiv aus. Selbst die Umwelt, die allein vom Augenschein her urteilen muss, sparte nie mit einem Lob der Mode.

Auf Wunsch stickt die Firma übrigens auch den Namen ins Trikot. Und ab einer „gewissen Stückzahl“ werden Farb- und Motivwünsche berücksichtigt.

Text: wscher / Fotos: Judith Weibrecht

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