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	<title>fahrradjournalfahrradjournal | fahrradjournal</title>
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	<description>Das Feuilleton für Radkultur</description>
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		<title>Olivgrün &amp; Wasserschneckenorange. Der Muli Messenger von Crumpler</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2013 13:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Crumpler]]></category>
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		<category><![CDATA[Muli Messenger Bag]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die Firma Crumpler 1995 in Melbourne von Dave Roper, Will Miller und Namensstifter Stuart Crumpler gegründet wurde, konnten sie von Anfang an auf ihre Erfahrungen als Fahrradkuriere zurückgreifen. Mittlerweile gehören Notebooktaschen, Kamerarucksäcke, Rucksäcke, Taschen und Trolleys für alle zum Sortiment. Mit Muli hat Crumpler gerade eine neue Kollektion gelauncht. Sie basiert auf professionelle Messenger Bags und beinhaltet acht Taschen – vom Organiser über Sling bis zum Messenger Bag. Seit einigen Wochen schon erprobe ich den „Muli Messenger L“ aus dieser Kollektion auf Alltagstauglichkeit. Bis auf Ausnahmen, auf die ich anlässlich einer Islandreise noch zurückkommen werde, richtet sich der erste Blick der im fahrradjournal vorgestellten Radbekleidung und Accessoires bekanntlich auf ästhetische Reize. Was diese angeht, hat die Tasche bereits farblich überzeugt: Olivgrün außen, Wasserschneckenorange innen. Vom Schnittdesign und den verarbeiteten Nähten her kann sich der Messenger Bag meines Erachtens ebenfalls gut sehen lassen. Bei aller Verliebtheit in die Mode. Was nützt die schönste Tasche, wenn sie ihre Funktionen nicht erfüllt? Wer wie Crumpler eine dreißigjährige (!) Garantie auf seine handgefertigten Taschen verspricht, hat möglicherweise zuvor einiges hineingesteckt, um die dafür erforderliche Qualität zu erreichen. So besteht die Tasche aus „Chicken Tex Supreme™ 1000d Nylon“, ein Material, das als extrem reiß- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/17_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10840" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/17_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a>Als die Firma Crumpler 1995 in Melbourne von Dave Roper, Will Miller und Namensstifter Stuart Crumpler gegründet wurde, konnten sie von Anfang an auf ihre Erfahrungen als Fahrradkuriere zurückgreifen. Mittlerweile gehören Notebooktaschen, Kamerarucksäcke, Rucksäcke, Taschen und Trolleys für alle zum Sortiment. Mit Muli hat Crumpler gerade eine neue Kollektion gelauncht. Sie basiert auf professionelle Messenger Bags und beinhaltet acht Taschen – vom Organiser über Sling bis zum Messenger Bag.</p>
<p>Seit einigen Wochen schon erprobe ich den „Muli Messenger L“ aus dieser Kollektion auf Alltagstauglichkeit. Bis auf Ausnahmen, auf die ich anlässlich einer Islandreise noch zurückkommen werde, richtet sich der erste Blick der im fahrradjournal vorgestellten Radbekleidung und Accessoires bekanntlich auf ästhetische Reize. Was diese angeht, hat die Tasche bereits farblich überzeugt: Olivgrün außen, Wasserschneckenorange innen. Vom Schnittdesign und den verarbeiteten Nähten her kann sich der Messenger Bag meines Erachtens ebenfalls gut sehen lassen.</p>
<p>Bei aller Verliebtheit in die Mode. Was nützt die schönste Tasche, wenn sie ihre Funktionen nicht erfüllt? Wer wie Crumpler eine dreißigjährige (!) Garantie auf seine handgefertigten Taschen verspricht, hat möglicherweise zuvor einiges hineingesteckt, um die dafür erforderliche Qualität zu erreichen. So besteht die Tasche aus „Chicken Tex Supreme™ 1000d Nylon“, ein Material, das als extrem reiß- und wetterfest beworben wird. Im Alltag fügte sich kürzlich eine wenig zimperliche Witterung zum Mountainbikeeinsatz, sorgten ordentliche Regenschauer sowie aufgespritzter Straßendreck für beste Testbedingungen. Am Abend nach dem Abenteuer ließ sich die Tasche leicht mit einem Lappen säubern. Von Nässe keine Spur.</p>
<p>Auch die dreifach aufgeteilten Innenfächer ließen sich von meinen kleinen fiesen Kugelschreibern, die bisher noch überall ein Loch schafften, bisher nicht beeindrucken. Ein Laptop bis zu einer Größe von 13 Zoll lässt sich in einem dafür gesondert vorgesehenen Fach verstauen. Zusätzlich gibt es zwei breite Reißverschlussfächer vorder – wie rückseitig und eine Halterung fürs Rücklicht.</p>
<p>Unterhalb der Hauptlasche sind Schlaufen eingewebt. Sie sollen für die Multi Roll, den Organizer oder ein U-Lock nutzbar sein. Das mit dem U-Lock bezieht sich hier einmal mehr auf die Spielzeugausstattung des videoclip-tauglichen Großstadtnarzissten auf dem Fixie-Bike, wie es auch von anderen Herstellern immer wieder suggeriert wird. (Siehe meine <a href="http://fahrradjournal.de/fahrradmode/levi%C2%B4s-commuter-jeans-im-test/">Kritik</a> an der Levi´s Commuter Jeans.) Ein diebstahlsicheres U-Lock habe ich jedenfalls nicht unterbekommen. Das blieb deshalb in der Tasche. Elegant dagegen ist der feine Reflektorstreifen.</p>
<p>Zuletzt noch eine der wichtigsten Eigenschaften einer guten „Umhängetasche“: Sie sollte nicht beim Radfahren behindern. Die „Muli Messenger“ rutscht nicht und sitzt wie angegossen, dank einer beidseitig einsteckbaren „3rd Leg Trage-Stabilisierung“. (Nur auf den Fotos wurde sie lässiger getragen &#8211; bitte nicht irritieren lassen.) Insgesamt eine der robustesten und gleichzeitg auch filigransten Taschen, die mir bisher untergekommen sind. Sie wird derzeit zu einem erstaunlichen Preis von 89,00 Euro angeboten.</p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: Jeltschin / wscher<br />
</em></p>
<p>Mehr von der Muli Kollektion und von Crumpler gibt es <a href="http://www.crumpler.eu/">hier</a>.</p>
<p>Noch mehr Fahrradmode findet sich <a href="http://fahrradjournal.de/kategorie/fahrradmode/">hier</a> sowie in der <a href="http://fahrradjournal.de/fahrradjournal-bike-fashion-brands-a-z/">fahrradjournal Brand List A-Z</a>.</p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/16_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10841" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/16_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/Wasserschneckenorange_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10842" title="Foto: Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/06/Wasserschneckenorange_web.jpg" alt="Foto: Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="766" /></a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4f4258c79c9d4ba78a8b51386616993f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Buddhismus in den Städten</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 07:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic]]></category>
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		<category><![CDATA[Joel Cairo]]></category>

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		<description><![CDATA[Copyright 2013 by Joel Cairo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-1_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10811" title="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-1_4.jpg" alt="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" width="700" height="1000" /></a><br />
<a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-2_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10812" title="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-2_4.jpg" alt="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" width="702" height="1000" /></a><br />
<a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-3_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10813" title="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-3_4.jpg" alt="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" width="711" height="1000" /></a><br />
<a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-4_4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10814" title="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/Es-ist-frühling-4_4.jpg" alt="Zeichnung: Joel Cairo / www.fahrradjournal.de" width="726" height="1000" /></a></p>
<p><em>Copyright 2013 by Joel Cairo. </em></p>
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		<title>Denker on the road. Die Philosophie des Radfahrens</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 05:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Die Philosophie des Radfahrens]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Jesús Ilundáin-Aguruzza]]></category>
		<category><![CDATA[Mairisch Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Michael W. Austin]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann man ein wissenschaftliches Experiment gewinnen? Der Titel verheißt nichts Gutes. „Philosophie des Radfahrens. „Wieder eines der Bücher, die Philosophie mit alltäglichen Themen unterhaltsam und amüsant verknüpfen? Lehrerprosa à la Richard David Precht: Wissen zusammengefasst und mundgerecht serviert? Wer das erwartet, wird dieses Buch wütend und enttäuscht in die Ecke werfen. Denn die im mairisch-Verlag publizierte Anthologie von Aufsätzen versammelt AutorInnen, die ihr Geld als Philosophen verdienen und es als Radfahrer wieder ausgeben. Praktische Erfahrung ist in den Beiträgen stets der Ausgangspunkt der Überlegungen. Dabei entstehen keine großen Welterklärungen, aber manchmal kleine. So schlägt beispielsweise die ehemalige Radsportlerin und heutige Philosophieprofessorin Heather L. Read vor, Radsportrennen als „Wahrheitsproduktionen“ zu betrachten. Die Sportveranstaltungen ähnelten wissenschaftlichen Experimenten: die Zahlen und Daten, die bei jedem Wettkampf entstehen, durchdachte Ernährung, rational geplantes Training vor dem Rennen, die genaue Beachtung der Regeln, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, sie würden als mustergültige wissenschaftliche Versuchsanordnung taugen. So betrachtet könnte sich z. B. Doping als ein Erkenntnisproblem erweisen. Andere Fragen wären: Verfälschen besonders leichte, aerodynamische Räder den Wahrheitsgehalt des Ergebnisses oder machen sie es genauer? Ist Leistung Selbsterkenntnis oder eher Selbstproduktion? Kann man ein wissenschaftliches Experiment gewinnen? Dass im normierten, geregelten Sport informelle Regeln eine sehr wichtige Rolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/cover_38_300dpi.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10782" title="Buch-Cover: www.mairisch.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/cover_38_300dpi.jpg" alt="Buch-Cover: www.mairisch.de" width="716" height="1000" /></a></p>
<p><strong>Kann man ein wissenschaftliches Experiment gewinnen?</strong></p>
<p>Der Titel verheißt nichts Gutes. „Philosophie des Radfahrens. „Wieder eines der Bücher, die Philosophie mit alltäglichen Themen unterhaltsam und <em>amüsant</em> verknüpfen? Lehrerprosa à la Richard David Precht: Wissen zusammengefasst und mundgerecht serviert? Wer das erwartet, wird dieses Buch wütend und enttäuscht in die Ecke werfen.</p>
<p>Denn die im mairisch-Verlag publizierte Anthologie von Aufsätzen versammelt AutorInnen, die ihr Geld als Philosophen verdienen und es als Radfahrer wieder ausgeben. Praktische Erfahrung ist in den Beiträgen stets der Ausgangspunkt der Überlegungen. Dabei entstehen keine großen Welterklärungen, aber manchmal kleine.</p>
<p>So schlägt beispielsweise die ehemalige Radsportlerin und heutige Philosophieprofessorin Heather L. Read vor, Radsportrennen als „Wahrheitsproduktionen“ zu betrachten. Die Sportveranstaltungen ähnelten wissenschaftlichen Experimenten: die Zahlen und Daten, die bei jedem Wettkampf entstehen, durchdachte Ernährung, rational geplantes Training vor dem Rennen, die genaue Beachtung der Regeln, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, sie würden als mustergültige wissenschaftliche Versuchsanordnung taugen. So betrachtet könnte sich z. B. Doping als ein Erkenntnisproblem erweisen. Andere Fragen wären:</p>
<p>Verfälschen besonders leichte, aerodynamische Räder den Wahrheitsgehalt des Ergebnisses oder machen sie es genauer? Ist Leistung Selbsterkenntnis oder eher Selbstproduktion? Kann man ein wissenschaftliches Experiment gewinnen?</p>
<p>Dass im normierten, geregelten Sport informelle Regeln eine sehr wichtige Rolle spielen, untersuchen Andreas De Block und Yannick Joye am Beispiel des „fünftgrößten Belgiers“ Eddy Merckx. Anhand seiner Geschichte beschäftigen sie sich mit der Frage, was sportliche Fairness in der Praxis bedeutet. Als informelle Regel ist sie nirgends verbindlich definiert, gilt aber trotzdem als „selbstverständlich“. DeBlock und Joye präsentieren keine Lösung des Problems, sondern beschreiben differenziert die komplizierten Beziehungen von Rennfahrern, „Helfern“, „Edelhelfern“, Publikum und Medien.</p>
<p>Auffallend oft verwischen sich die Grenzen zwischen informellen und formellen Regeln im Sport. Bryce T. Dyer zitiert beispielsweise in seinem Beitrag über das Zeitfahren die „Weltdopingagentur“, welche Doping u.a. dann als illegal einstuft, „wenn es dem Sportsgeist zuwiderläuft“. Vielleicht könnte man sagen, die formellen Regeln haben im Sport eine Doppelfunktion: Einerseits sind sie Teil der Versuchsanordnungen, andererseits sollen sie den regelrechten Ablauf derselben garantieren. Raymond Angelo Bellioti bringt es in seinem Beitrag auf den Punkt: Es wird eine Regel aufgestellt, die nur den Zweck hat, zu verhindern, dass sie nicht beachtet wird.</p>
<p>Diese Selbstbezüglichkeit hat zur Folge, dass jede Aussage, die über das Messen und Vergleichen von Daten und Zeiten hinausgeht, von „außen“ definiert werden muss. „Sportsgeist“, Fairness und auch das Bezeichnen von Gewinnern und Verlierern gehören dazu. Sie machen den Sport erst attraktiv, geben ihm Geschichten und machen verständlich, warum bei diesem naturwissenschaftlichen Experiment Millionen Zuschauer mitfiebern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anarchie und Gemeinwohl</strong></p>
<p>Die schwächeren Beiträge thematisieren das alltägliche Radfahren in der Stadt und problematisieren den öffentlichen Raum. Im Gegensatz zum Sport, der gerade im Spannungsfeld fester Regeln und dem Gegensatz von Außen und Innen existiert, ist der öffentliche Raum Ergebnis steter Verhandlungen. Der Regelbruch ist konstitutives Element.</p>
<p>Die Beiträge dazu sind leider etwas oberflächlich. Sie lesen sich teilweise wie politische Werbebroschüren und klingen selbstgefällig. Mal wird die eigene Position als basisdemokratisch, „anarchistisch“ gelobt (San Francisco! „Critical Mass Day“!), mal als vernünftiges Gemeinwohl, dem nur Unbelehrbare widersprechen würden (Kopenhagen!)</p>
<p>Der sympathischste Beitrag ist leider auch der banalste. Robert H. Haraldsson beschreibt die Wonnen des Radfahrens in der Natur, die gesunden Folgen und gibt den Rat, dass man nicht auf das Geschwätz der Kollegen hören und es lieber selbst ausprobieren sollte. Die Weise, wie er seine Fahrten beschreibt, ist allerdings sehr schön, und vermittelt etwas von dem Glücksgefühl, das eine Radfahrt im besten Fall bescheren kann.</p>
<p>Unverständlich, dass gerade zum Alltag und zur Verkehrspolitik so wenig thematisiert wird, obwohl dort momentan große Veränderungen stattfinden. Der Anteil der RadfahrerInnen am Verkehr in den westlichen Ländern steigt weiter (in der BRD nach neuesten Meldungen auf durchschnittlich 10%), was sie als Verhandlungspartner unumgänglich macht. Städte müssen auf lange Sicht ihre Infrastruktur verändern. Gleichzeitig laufen Sicherheitsdiskurse und Aufwertungsprozesse, die das alltägliche Radfahren verändern werden. Die Tendenz zur Verdichtung der Innenstädte und die damit verbundene Verdrängung der Einkommensschwachen an den Stadtrand mit langen Anfahrtswegen zu den Arbeitsplätzen, Schulen, Einkaufsgelegenheiten sowie der inflationär steigende Warenverkehr werden wiederum zur Stärkung herkömmlicher Verkehrsmittel und Infrastruktur führen. Diese Umbrüche, Aneignungsprozesse und Institutionalisierungen sind Herausforderung, neue Denkmodelle zu entwickeln und Kritik. Hier wären wesentlich spannendere Artikel zu erwarten gewesen und vielleicht auch ein Blick auf nicht-westliche Gesellschaften, in denen das Rad teilweise den Verkehr prägt, ohne kulturell aufgewertet zu werden oder stadtplanerischer Regelwut zu unterliegen.</p>
<p>Im Ganzen ist die „<em>Philosophie des Radfahrens“ </em>zu empfehlen. Sie bietet intelligente Lektüre für die U-Bahn oder den Abend zuhause nach einer anstrengenden Autofahrt.</p>
<p>Und wenn die Helm- und Kennzeichnungspflicht durchgesetzt und Bußgelder erhöht sind, Fahrradstaffeln der Polizei patrouillieren, umfangreiche Ausrüstung vorgeschrieben, die ganze Stadt mehrspurig mit Fahrradwegen durchzogen wurde und immer wieder in Fußgängerzonen verendet. Dann kann man sich immer noch den Artikel von Haraldsson heraussuchen und nachlesen, wie schön das mit dem Fahrradfahren einmal war.</p>
<p><em>Text: Oscar Lemanczyk / Buch-Cover: www.mairisch.de</em></p>
<p>J. Ilundáin-Agurruza / M. W. Austin / P. Reichenbach (Hg.)<strong>, </strong>Die Philosophie des Radfahrens, prestel verlag 2013, 208 Seiten, geb., 18,90 Euro, <a href="http://www.mairisch.de/">www.mairisch.de</a></p>
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		</item>
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		<title>Hutmode für Ross und Reiter. helt-pro Runner Tweed im Test.</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 13:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[helt-pro Test]]></category>
		<category><![CDATA[Runner Tweed]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Für meiner ersten „Radhelm“-Test habe ich lange überlegt, ob ich nicht einen Sicherheitstest anordnen sollte. Etwa diese autoaggressive Psychonummer hinter zugezogenen Vorhängen, bei der man ein paar Mal die Denkerstirn gegen eine Wand schlägt. Doch nach Unternehmensangaben entspricht die Kopfbedeckung ausdrücklich keiner Norm für Schutzhelme. Sie ist auch kein Ersatz für einen Helm. Vertriebsleiter Patrick Thomschke hat mir das einmal so erklärt: „Das Besondere an helt-pro ist, dass wir Mützen anbieten, die eine Hartschale enthalten. Sie erinnern an einem Helm, bieten aber eine Mützenoptik.“ Wenn sie also nur an einem Helm erinnern, sollte man besser keine Radrennen damit fahren. Etwaige Crashtests überlasse ich aus Eigeninteresse der Stiftung Warentest. Im Folgenden wird es deshalb nicht um einen Radhelm, sondern um Hutmode für Radfahrer/innen gehen. Das taucht unseren Gegenstand in ein ganz anderes Licht. Bei den Tausenden von Caps, die Brands, Teams, Bike-Shops oder sogar Fahrradblogs gern mal alternativ zum T-Shirt als Fanartikel feilbieten, habe ich mich häufig gefragt, ob es nicht noch weitere Möglichkeiten gibt, das Haupt eines Rad fahrenden Menschen würdig zu krönen. Deshalb wollte ich unbedingt einmal helt-pro testen. Beginnen wir also mit dem Look. Auch wenn das Titelbild in Wahrheit das Foto eines Esels anstelle eines Pferdes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10594" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/DSC05916.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></p>
<p>Für meiner ersten „Radhelm“-Test habe ich lange überlegt, ob ich nicht einen Sicherheitstest anordnen sollte. Etwa diese autoaggressive Psychonummer hinter zugezogenen Vorhängen, bei der man ein paar Mal die Denkerstirn gegen eine Wand schlägt. Doch nach Unternehmensangaben entspricht die Kopfbedeckung ausdrücklich keiner Norm für Schutzhelme. Sie ist auch kein Ersatz für einen Helm. Vertriebsleiter Patrick Thomschke hat mir das einmal so erklärt: „Das Besondere an helt-pro ist, dass wir Mützen anbieten, die eine Hartschale enthalten. Sie erinnern an einem Helm, bieten aber eine Mützenoptik.“ Wenn sie also nur an einem Helm erinnern, sollte man besser keine Radrennen damit fahren. Etwaige Crashtests überlasse ich aus Eigeninteresse der Stiftung Warentest. Im Folgenden wird es deshalb nicht um einen Radhelm, sondern um Hutmode für Radfahrer/innen gehen.</p>
<p>Das taucht unseren Gegenstand in ein ganz anderes Licht. Bei den Tausenden von Caps, die Brands, Teams, Bike-Shops oder sogar Fahrradblogs gern mal alternativ zum T-Shirt als Fanartikel feilbieten, habe ich mich häufig gefragt, ob es nicht noch weitere Möglichkeiten gibt, das Haupt eines Rad fahrenden Menschen würdig zu krönen.</p>
<p>Deshalb wollte ich unbedingt einmal helt-pro testen. Beginnen wir also mit dem Look. Auch wenn das Titelbild in Wahrheit das Foto eines Esels anstelle eines Pferdes zeigt. (Hippophile Leser/innen werden es sofort erkannt haben.) Ich finde der Look rückt schon sehr an die modische Optik des Reiters heran. Weil das Rad historisch einmal mit dem Pferd konkurrierte, finde ich es nicht uninteressant, inwieweit Rad- und Reitmode austauschbar sind oder sich gegenseitig beeinflussten. Sollte ich jemals die Zeit dafür finden: Es steht noch das große Essay über Fahrräder und Pferde unter besonderer Berücksichtigung zugehöriger Bekleidung aus. Zumindest ein halb fertiges Exposé über die Austauschbarkeit von Reit- und Fahrradhelmen liegt bereits irgendwo im Archiv.</p>
<p>helt-pro aber wirbt genau mit dieser Austauschbarkeit und erweitert den Anwendungsbereich: Für Fahrradfahrer, Skater, Reiter, Skifahrer und Snowboarder. Entsprechend entschied sich eine Kollegin von mir für eine solche Mütze für ihren Skiurlaub und fühlte sich wohl damit.</p>
<p>Alternativ zum „Runner Tweed“ hätte ich mir die Sherlock Holmes-Variante mit Ohrenklappen vorstellen können. (S. Foto mit Dame. Sitzt die etwa auf einem Pferd &#8230;?) Das Runner-Cap gibt es noch als Jeansvariante und Pol. Die Mützen sind auswechselbar. Bei wem die Leidenschaft erwacht, der braucht sich im Prinzip nur einmal die Hartschale zu kaufen und kann dann zum Sammler der austauschbaren Designs werden, die in wechselnden Kollektionen angeboten werden.</p>
<p>Dank des Inlays sitzt die Hartschale angenehm auf dem Kopf. Das Haltesystem besteht technisch aus einem „3D-Gurtband“ und einem Einhand-Magnet-Verschluss, der sich selbsttätig schließt und mit zwei Fingern wieder öffnen lässt. Ganz so geschickt wie nach Firmenangaben ließ sich der nicht immer schließen. Vielleicht liegt´s auch an der Geschicklichkeit des Verfassers dieser Zeilen.</p>
<p>Gefahren bin ich damit im Winter wie unter warmen Sonnenstrahlen. Bedingungsloses heizen würde ich nicht empfehlen. Da wurde es trotz Lüftungsschlitze schon mal warm unter der Mütze. Pluspunkt bezüglich Transport und Tragekomfort ist das geringe Gewicht der Hartschale.</p>
<p>Souverän ist der Auftritt mit dem „Runner Tweed“ jedoch immer. Betritt man Orte urbaner Zivilisation wie Warenhäuser oder Straßencafés, habe ich den einfach aufbehalten, zählte dadurch vielleicht zu den Snobs, doch merklich nicht zu den Außerirdischen, wie bei vielen Sporthelmen aufgrund ihres Designs zurecht befürchtet wird. Und nicht ganz zu unrecht heißt es im Marketingsprech von helt-pro zum Runner: „Der Urbane scheut kein Hindernis. Kommt witzig-frech daher und stiehlt elegant jedem die Show.” Na bitte. Stilistisch interessant ist auch, dass sich der Tweed Runner aufgrund seiner Form ebenso gut im sportlichen Outfit wie mit der Sakkovariante tragen ließ. Die Mütze ist Teil der Sommerkollektion. Damit schön sein kostet derzeit 99,95 Euro.</p>
<p>Am Ende unterliege ich doch noch der Versuchung und komme auf einen praktischen Sicherheitsaspekt zurück. Es wäre wohl unfair zu behaupten, dass die helt-pro-Mützen vor gar nichts schützen und allein modisch bestechen. Die ABS-Hartschale dürfte tatsächlich vor fallenden Gegenständen und Stößen schützen. Ich denke insbesondere an den Spätsommer oder Herbst, wenn der Tweed-Look erst richtig zur Geltung kommen wird. Wenn Kastanien, Zweige, Blätter und fragt mich nicht was alles vom Himmel herunterstürzen. Falls es die Firma aus der Lausitz gestattet, bringe ich dann zusammen, was zusammengehört und komme mit dem Runner Tweed zum nächsten Tweed Run in Berlin. Da gibt es noch einmal Schauradeln und Foto-Shooting für den ästhetischen Beweis.</p>
<p>Mehr helt-pro auf dieser <a href="http://www.helt-pro.com/">Website</a>.</p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: wscher / A. Jeltschin / helt-pro</em></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/SBrzRjAavh2PfzdphXTk8kDKzLPgJHho_-TVjBfYs7Qk__wu1zH2iE7Y7kzMiKf7PVdkOaw1az-6947c4XdNZUCVOAmsiEL8GaMlZAyskmQkYD2-luc-7mu2yZR0jDLI.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10611" title="Foto: helt-pro" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/SBrzRjAavh2PfzdphXTk8kDKzLPgJHho_-TVjBfYs7Qk__wu1zH2iE7Y7kzMiKf7PVdkOaw1az-6947c4XdNZUCVOAmsiEL8GaMlZAyskmQkYD2-luc-7mu2yZR0jDLI.jpg" alt="Foto: helt-pro" width="1024" height="682" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/3_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10728" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/3_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4_web1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10729" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4_web1.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/6_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10730" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/6_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/16f067b5c36b4a8c9e60d7ce7a3755f5" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Traumräder zu vermieten</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 11:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bike Rental]]></category>
		<category><![CDATA[Bike Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradverleih]]></category>
		<category><![CDATA[Hello World Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzen zwei Jahren habe ich einiges über den Erfolg von Fahrradverleihsystemen in den Städten erfahren. Bemerkenswert, dass das Aussehen der Fahrräder selbst dabei nie eine Rolle spielte. Ob es sich um die grauen Vélib&#8217; in Paris, die Barclays in London oder die hässlichen Call-a-Bike-Fahrräder hierzulande handelt, fürs Auge sind die alle nicht gemacht. Ein Großteil der Privatverleiher, die zum Beispiel Cruiser für Touristen anbieten, sind auch keine Alternative. Im Stillen habe ich deshalb oft gedacht: Weder als intelligenter Nutzer von Intermodalität noch als Stadttourist, auf so ein hässliches Ding kriegt mich keiner so schnell rauf. Umso mehr habe ich mich am Wochenende über die Eröffnung von „Hello World Berlin“ gefreut. Die Leihfahrräder, die es dort zu mieten gibt, dürften nicht einmal in manch gut sortiertem Fuhrpark zu finden sein. Singlespeed, Racebikes oder Fixes Gear. Gedacht ist an Berlinbesucher, die ein schönes Rad fahren und sich nicht überall gleich als Touristen outen möchten. Gebucht werden kann rechtzeitig online. Die Tagesmietpreise schwanken von 10,99 Euro für ein „Gazelle Olympia Race“ bis 44,99 Euro für ein „Masi Prestige“. Zu hinterlegen ist eine Kaution von derzeit 50,00 Euro. Fahrradschloss und Beleuchtung sind inklusive. Helm, Tasche und Schutzbleche können gegen je 5,00 Euro/Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/2_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10695" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/2_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a></p>
<p>In den letzen zwei Jahren habe ich einiges über den Erfolg von Fahrradverleihsystemen in den Städten erfahren. Bemerkenswert, dass das Aussehen der Fahrräder selbst dabei nie eine Rolle spielte. Ob es sich um die grauen Vélib&#8217; in Paris, die Barclays in London oder die hässlichen Call-a-Bike-Fahrräder hierzulande handelt, fürs Auge sind die alle nicht gemacht. Ein Großteil der Privatverleiher, die zum Beispiel Cruiser für Touristen anbieten, sind auch keine Alternative. Im Stillen habe ich deshalb oft gedacht: Weder als intelligenter Nutzer von Intermodalität noch als Stadttourist, auf so ein hässliches Ding kriegt mich keiner so schnell rauf.</p>
<p>Umso mehr habe ich mich am Wochenende über die Eröffnung von „Hello World Berlin“ gefreut. Die Leihfahrräder, die es dort zu mieten gibt, dürften nicht einmal in manch gut sortiertem Fuhrpark zu finden sein. Singlespeed, Racebikes oder Fixes Gear. Gedacht ist an Berlinbesucher, die ein schönes Rad fahren und sich nicht überall gleich als Touristen outen möchten. Gebucht werden kann rechtzeitig online.</p>
<p>Die Tagesmietpreise schwanken von 10,99 Euro für ein „Gazelle Olympia Race“ bis 44,99 Euro für ein „Masi Prestige“. Zu hinterlegen ist eine Kaution von derzeit 50,00 Euro. Fahrradschloss und Beleuchtung sind inklusive. Helm, Tasche und Schutzbleche können gegen je 5,00 Euro/Tag ausgeliehen werden.</p>
<p>„Hello World Berlin“ bietet aber nicht nur „Bike Rental“, sondern auch ein „Bike Share System“ an. Wer also ein besonderes Rad hat, dass er dem Verleih anvertraut, wird am Umsatz beteiligt.</p>
<p>Zum Schluss fallen mir übrigens noch all die kleinen Angeber ein, die mit fetten Autos den Berliner Kudamm hoch- und runtersausen. Nur dass ihr stolzes Vehikel ein geliehenes ist. Warum sollte etwas Ähnliches nicht auch mit einem schönen Fahrrad möglich sein? Es muss ja nicht Kudamm sein. So gehe ich jede Wette ein, dass sich auch Berliner/innen einen Sonntag auf einem Traumfahrrad gönnen werden. Eine Auswahl findet sich <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.helloworldberlin.com/">hier</a></span>.</p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: wscher / Hello World Berlin</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/1_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10696" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/1_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c7cfba840b824a0886da576682ef24cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Der ganz große Stil. Das Café du Cycliste Yolande Jersey Rust im Test</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 14:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Café du Cycliste]]></category>
		<category><![CDATA[Radsport]]></category>
		<category><![CDATA[Trikot]]></category>
		<category><![CDATA[Yolande Jersey Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Yolande Jersey von Café du Cycliste gehört mit in die „Sur le Bitume“-Linie. Ursprünglich wollte ich das Trikot deshalb passend mit sportlichem Crosser präsentieren. Aufgrund einer bevorstehenden Reise musste ich meine Testräder umdisponieren und bleibe vorerst Urbanist auf einem Pahley Guv´nor. Bereits diese scheinbare Zweckentfremdung eines für die Performance konzipierten Kleidungsstückes macht den Kernreiz von Café du Cycliste deutlich: In erster Linie haben die von der Riviera den ganz großen Stil. Natürlich wissen die Franzosen auch ziemlich gut, wie man verführt. Das beginnt schon bei der Verpackung. Das Yolande Jersey kam leicht provenzalisch im karierten Kissenbezug hier an. Das geht weiter über Design, Schnitt und Naht, und endet vielleicht beim Firmenlogo selbst, ich meine diese lebensbejahende Silhouette einer Frau auf dem Rad. Klassischerweise ist das Trikot hinten etwas länger geschnitten, vorne beinahe zu kurz für meine Größe XL. (Es wird meines Wissens aber noch eine größere Ausführung angeboten.) Rot bzw. „rust“ gehört nicht unbedingt zu meinen persönlichen Lieblingsfarben als Model. Davon abgesehen gefiel mir die Farbtiefe sowie eine Struktur des Stoffes, die manchmal sogar einen leichten Samteffekt erzeugt. Nach und nach entdeckte ich die Applikationen: Drei Taschen plus eine kleine mit Zipper hinten, eine ebensolche auf der rechten Brustseite. Verstärkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/41_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10628" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/41_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a></p>
<p>Das Yolande Jersey von Café du Cycliste gehört mit in die „Sur le Bitume“-Linie. Ursprünglich wollte ich das Trikot deshalb passend mit sportlichem Crosser präsentieren. Aufgrund einer bevorstehenden Reise musste ich meine Testräder umdisponieren und bleibe vorerst Urbanist auf einem Pahley Guv´nor. Bereits diese scheinbare Zweckentfremdung eines für die Performance konzipierten Kleidungsstückes macht den Kernreiz von Café du Cycliste deutlich: In erster Linie haben die von der Riviera den ganz großen Stil.</p>
<p>Natürlich wissen die Franzosen auch ziemlich gut, wie man verführt. Das beginnt schon bei der Verpackung. Das Yolande Jersey kam leicht provenzalisch im karierten Kissenbezug hier an. Das geht weiter über Design, Schnitt und Naht, und endet vielleicht beim Firmenlogo selbst, ich meine diese lebensbejahende Silhouette einer Frau auf dem Rad.</p>
<p>Klassischerweise ist das Trikot hinten etwas länger geschnitten, vorne beinahe zu kurz für meine Größe XL. (Es wird meines Wissens aber noch eine größere Ausführung angeboten.) Rot bzw. „rust“ gehört nicht unbedingt zu meinen persönlichen Lieblingsfarben als Model. Davon abgesehen gefiel mir die Farbtiefe sowie eine Struktur des Stoffes, die manchmal sogar einen leichten Samteffekt erzeugt.</p>
<p>Nach und nach entdeckte ich die Applikationen: Drei Taschen plus eine kleine mit Zipper hinten, eine ebensolche auf der rechten Brustseite. Verstärkte Schulterpolster, reflektierende Streifen am Kragen, an den Unterarmen und unterhalb des Rückens, brauner Samtschoner an den Ellenbogen sowie der Samtabschluss unter dem Reißverschluss. Stilistisch beinahe schade, dass der hellblaue Innenzug, der das Trikot im Beckenbereich abschließt und hält, nicht von außen zu sehen ist.</p>
<p>Erst nach dieser in Inaugenscheinnahme akzeptierte ich das Material selbst, die in Italien hergestellte Merino Techno Wool: 72 Prozent Polyester, 24 Prozent Merinowolle, 4 Prozent Polyamid. Ein Material, das sich beim Tragen als angenehm erwies. Vor Wind schützt das Kleidungsstück allerdings nicht. Bei kühleren Temperaturen sollte deshalb noch eine Schicht darüber getragen werden. Auf die heißen Tage habe ich wohl nicht als Einziger bisher vergeblich gewartet, sodass ich nicht viel über die Temperaturaußengrenze nach oben berichten kann. Gehen wir auch immer davon aus, dass der Wärmehaushalt individuell unterschiedlich ist. Der Hersteller zumindest empfiehlt das Yolande Jersey für Frühling, Herbst und Winter.</p>
<p>Wie bereits angedeutet, habe ich das sportliche Trikot der urbanen Mode einverleibt. Für mich ist dabei so etwas wie ein Wohlfühljäckchen für den Frühling herausgekommen. Wer meine Prioritäten in dieser Reihenfolge nachvollziehen kann, darf sich rückhaltlos in das Yolande von Café du Cycliste verlieben. Die Investition liegt bei 145,00 Euro. Im Folgenden noch ein paar aussagekräftige Fotos, die auch auf die angesprochenen Details hinweisen. Und wer etwas mehr über die junge Firma wissen möchte, lese mein <a href="http://fahrradjournal.de/fahrradmode/nehmt-die-riviera-mit-aufs-rad/">Interview</a> mit Geschäftsführer Remi Clermont oder besuche die Website von <a href="http://www.cafeducycliste.com/en">Café du Cycliste.</a></p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: A. Jeltschin</em></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/27web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10638" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/27web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/26_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10639" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/26_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/23-2_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10640" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/23-2_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/22_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10641" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/22_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/44_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10642" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/44_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/48_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10643" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/48_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/46_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10644" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/46_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/49_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10645" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/49_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/47_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10646" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/47_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/31-2_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10647" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/31-2_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="640" height="426" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/20_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10648" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/05/20_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6a59312e093243daa7bd47d383ea0b74" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Meine Fahrräder: Falcon City meets Pacific. Von Milena Oda.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 09:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradfeuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Milena Oda]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin angenähert, angefasst als Radlerin. Anders geht es in Berlin auch, aber das Radfahrerlebnis gehört zur Stadt. Man muss doch davon profitieren und sich damit fit machen, war mein erster einleuchtender Gedanke beim Umzug von Düsseldorf nach Berlin. Als ich nach Berlin umgezogen bin, war das Fahrrad überhaupt das allererste, was ich in der fremden Stadt besessen habe, noch früher als die Wohnung. Intuitiv erkannte ich sofort, dass ich mich Berlin nur durch das Fahrrad nähern, so schnell mit ihm Bekanntschaft schließen kann. Auch wenn ich Autofahrerin bin, bedeutet das Fahrrad für mich sehr viel. Ich komme aus dem Vorland des Riesengebirges, so dass ich dort – im Vorland der Berge – immer Rad gefahren bin. Seit je bin ich Radlerin, aber eher eine milde Sportlerin als eine wettbewerbsbewusste. So wünschte ich mir auch in einer Stadt, die so groß und breit ist wie Berlin, eher ein Mountainbike als ein Stadtrad, letztlich hätte aber gar nur ein halbwegs funktionierendes Fahrrad in dieser radfreundlichen Stadt gereicht. Im Geheimen hoffte ich, dass ich ein funktionierendes Fahrrad erwerbe. Aber wie, wenn ich noch so wenig Geld hatte &#8230; ja, wer geht denn nach Berlin, ohne Geld? Nur Künstler! Ich wollte Schriftstellerin werden. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/44842_4770511983130_1066712233_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10555" title="Autorenfoto / Copyright 2013 by Milena Oda" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/44842_4770511983130_1066712233_n.jpg" alt="Autorenfoto / Copyright 2013 by Milena Oda" width="960" height="720" /></a>Berlin angenähert, angefasst als Radlerin. Anders geht es in Berlin auch, aber das Radfahrerlebnis gehört zur Stadt. Man muss doch davon profitieren und sich damit fit machen, war mein erster einleuchtender Gedanke beim Umzug von Düsseldorf nach Berlin.</p>
<p>Als ich nach Berlin umgezogen bin, war das Fahrrad überhaupt das allererste, was ich in der fremden Stadt besessen habe, noch früher als die Wohnung. Intuitiv erkannte ich sofort, dass ich mich Berlin nur durch das Fahrrad nähern, so schnell mit ihm Bekanntschaft schließen kann. Auch wenn ich Autofahrerin bin, bedeutet das Fahrrad für mich sehr viel. Ich komme aus dem Vorland des Riesengebirges, so dass ich dort – im Vorland der Berge – immer Rad gefahren bin. Seit je bin ich Radlerin, aber eher eine milde Sportlerin als eine wettbewerbsbewusste. So wünschte ich mir auch in einer Stadt, die so groß und breit ist wie Berlin, eher ein Mountainbike als ein Stadtrad, letztlich hätte aber gar nur ein halbwegs funktionierendes Fahrrad in dieser radfreundlichen Stadt gereicht.</p>
<p>Im Geheimen hoffte ich, dass ich ein funktionierendes Fahrrad erwerbe. Aber wie, wenn ich noch so wenig Geld hatte &#8230; ja, wer geht denn nach Berlin, ohne Geld? Nur Künstler! Ich wollte Schriftstellerin werden.</p>
<p>Es war ein milder Sommer, ein sonniger Tag, ich saß an meinem neuen Lieblingsplatz in Mitte, als ein obdachloser Mann, so sah er jedenfalls aus, mit einem Fahrrad zu mir kam, und fragte, ob ich es bräuchte: für 40 Euro. Angebot. Ein Mountainbike, dachte ich, das passt doch! Und die Schrift auf dem Mountainbike gefiel mir auch: Falcon City. Ich wunderte mich, warum er die Fahrräder so auf der Straße verkaufte (ich kannte mich ja noch nicht so aus mit Berlin), woher er es hatte, aber ohne viel nachzudenken, kaufte ich es! Das Rad war da – und gleich ein erträumtes schönes (halbwegs funktionierendes) Mountainbike!! Ich war so glücklich, als ob es mein Fundament für die Zukunft wäre. Ich ahnte es, so es war und es ist auch geblieben – 9 Jahre begleitete es mich durch Berlin! Nicht geklaut, nie versagt, nie einen Unfall verursacht, einfach ein Held – und ich stolz auf ihn. Das ist der Ausdruck der wahren Liebe!</p>
<p>Auf diesem Rad raste ich am Anfang vom Osten in den Westen, hin und zurück, einfach um beide Welten gleichzeitig zu erleben, ich hatte noch keine Stadtteil-Vorlieben, ich wollte alles kennenlernen. Mit dem Falcon City ging es, schnell, bequem und sicher. Und dazu noch: keine Berge in Berlin! Außer dem Prenzlauer „Berg“, wo ich wohnte und dem Kreuzberg. Beide „Berge“ sind locker auf meinem Mountainbike zu bewältigen! Und kleiner als die Berge im Vorland des Riesengebirges.</p>
<p>Die Funktionen waren allerdings nur eingeschränkt betriebstüchtig. Nicht alle Gänge waren in Ordnung. Ich benutzte deshalb die zweite oder dritte Geschwindigkeitsstufe von den sieben, mehr nicht. Für 9 Jahre reichte diese klare, einfache Auswahl.</p>
<p>Überall war ich auf diesen Wunder-Rad-Wegen, auf die die ganze Berliner Fahrrad-Nation stolz ist! Ja, ich mit Stolz zähle ich mich zur Berliner Fahrrad-Nation!</p>
<p>Jeden Morgen geht es in Massen los. Die Straßen beleben sich zwischen 8 und 10 Uhr durch die Räder und die bewegliche Menschenmenge. Schnell, sicher und fröhlich fit in den Tag hinein!</p>
<p>Hier fragt mich keiner nach meiner nationalen Zugehörigkeit, hier sind wir uns alle gleich.</p>
<p>Da zählt die Mischung aus Geschwindigkeit und Rücksichtnahme.</p>
<p>An jedem frühen Morgen erlebte ich Glücksmomente! Es hat etwas Imposantes auf den tollen Radwegen durch das sich breit erstreckende Berlin zu fahren!</p>
<p>Und die Berliner Autofahrer sind meistens Klasse, sie nehmen Rücksicht auf uns, auf mich und mein Rad! Auch wenn ich gerade kein Licht mehr habe – während der 9 Jahre hatte ich schon so viele Lichter und Beleuchtungen, die ich immer wieder verlor. Aber dadurch ist meine Liebe noch stärker geworden, denn das Fahrrad selbst versagte nie, auch nicht in der Nacht!</p>
<p>Tags und nachts immer zusammen, erlebten wir viele Abenteuer, und es war nie langweilig oder langsam! Immer schnell, riskant, dabei sicher und immer fröhlich auf Straße oder Fußweg.</p>
<p>Mein Falcon City und ich sind ein Team geworden. Ich kannte seine Geschwindigkeit, es meine. Ich weiß genau, was ich mir auf meinem Rad-Freund erlauben darf, wann ich losfahren muss und wie stark ich treten darf, um rechtzeitig anzukommen!</p>
<p>Ich weiß auch, dass es bei Regen ziemlich schlimm wird, da ich mit der Zeit ein vorderes Schutzblech verloren habe und es noch keine Gelegenheit gab, es zu ersetzen. Aber ich habe einen Korb hinten! Dort lagere ich immer meine Taschen, wie praktisch! So kann ich jeden Einkauf besorgen, Milch, Brot, Käse, Mineralwasser, alles im Korb, wie ein Kind im sicheren Sattel. &#8211; So fahren übrigens viele Berliner, ein Kind sitzt brav hinten drauf, als ob es keine Gefahr in Berlin gäbe! An sich fühlt man sich in Berlin auf dem Rad sicher &#8230; Juhu!</p>
<p>Ich weiß aber auch, dass mein rechtes Hosenbein immer schmutzig wird, wenn ich es nicht hochkremple, das tue ich natürlich immer, doch im Winter ist es besonders mutig, weil sehr unangenehm, aber ich bin zu faul oder zu sparsam, eine Abdeckung für die Kette zu beschaffen, die das rechte Hosenbein so schlimm verschmiert. Das ist bis heute so, und es geht manchmal so weit, dass ich überall schon von der Kette verschmiert bin, natürlich auf den Fingern, aber auch ganz oben auf dem Hals oder auf der Kleidung. Wann werde ich so gut zu mir sein, um diesen Deckel zu beschaffen?</p>
<p>Hm, ich weiß nicht, ob es sich noch lohnt, da ich jetzt nach so vielen Jahren Berlin verlasse, auch mein Rad, mein lila-gelbes Mountainbike, mein Falcon City, das mich bei dem letzten Berliner Besuch ganz schön verschmierte, vielleicht aus Rache, da ich es nach so vielen Jahren untrennbarer Freundschaft verlasse &#8230; ihn da lasse, draußen steht es, einsam. Es weint, verrostet langsam, ohne mich &#8230; Es wartet auf mich, bis ich zurück bin.</p>
<p>Zurück? Wir werden nicht mehr zur Berlin Fahrrad-Nation gehören, höre ich seine Stimme!? Nein? Zu welcher gehörst du denn jetzt? Ja, ich komme zurück aus San Francisco, wo ich jetzt lebe und gehöre so zur San Francisco – Fahrrad – Nation, die sich so zahlreich erweist wie die Berliner. Die dortigen Radwege sind zwar nicht so perfekt durchdacht, präzise und klar beschaffen, aber es gibt dort genug Radler, die es trotzdem schaffen. Und ich auch – nach der tüchtigen Übung in Berlin!</p>
<p>Ich suchte nach einer US-Stadt der Fahrräder, ich hätte ansonsten das Mountainbike-Fahren sehr vermisst. Und San Francisco ist berühmt dafür.</p>
<p>Dort besitze ich ein fast neues silber-blaues Mountainbike, das ich wie ein Wunder für den gleichen Preis aus der zweiten Hand besorgte, – für 50 Dollar, und sein Name gefällt mir genauso gut, wie des Berliners: Pacific. Falcon City meets Pazific. Es ist – ein noch – ja, ich muss es sagen, besseres –, damit ich die steilen Hügel von San Francisco (viel steiler als die vom Prenzlauer Berg und dem Kreuzberg) schnell und vor allem mühelos bewältige. Mühe muss ich mir aber auch auf diesem Mountainbike geben, hier reichen keine zwei Geschwindigkeiten, hier geht es ernsthafter zu. Ich will hochfahren, aber manchmal ist es wirklich zu steil! Ich brachte ein Foto von meinem neuen Mountainbike nach Berlin, zeigte es meinem traurigen und ganz verrosteten Berliner Falcon City. Er war neidisch, sah ich &#8230; Das Wiedersehen war traurig. Der Berliner Regen ersetzte meine Tränen &#8230;</p>
<p>Es musste auf mich im Regen, im Schnee, im Wind und selten an der Sonne warten; im Gegensatz zu meinem Rad in San Francisco, das sich meistens sonnt, wenn ich in Berlin bin und versuche, wieder mein erkaltetes Herz vom Falcon City zu erwärmen, durch mein tägliches Fahren. Bevor ich wegfahre, muss ich mein Berliner Mountainbike für den Frühling in einen trockenen Keller einbringen, so dass mich mein bester Berliner Freund wieder fit und fröhlich begrüßt. Denn ich werde in Berlin immer Rad fahren, auch wenn ich dort nur ganz kurz zu Besuch bin.</p>
<p><em>Text und Fotos: © 2013 by Milena Oda</em></p>
<p>2011 ist Milena Odas Roman: „Nennen Sie mich Diener“ bei Schumachergebler Dresden erschienen. Mehr zur Autorin: <a href="http://www.MilenaOda.com">www.MilenaOda.com</a> / America Blog: <a href="http://www.MilenaOda.blogspot.com">www.MilenaOda.blogspot.com</a><br />
<a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/164234_4770754229186_971245869_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10557" title="Autorenfoto / Copyright 2013 by Milena Oda" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/164234_4770754229186_971245869_n.jpg" alt="Autorenfoto / Copyright 2013 by Milena Oda" width="960" height="720" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Fotoband &#8220;Cycle Love&#8221; ist erschienen. Kurzinterview mit Autor und Fotograf Simon Akstinat</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 13:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Cycle Love]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoband]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kesebeck Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Akstinat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neueste mediale Verführung in Sachen Fahrradkultur kommt aus Deutschland und ist soeben in Buchform erschienen: „Cycle Love”. Ein handlicher Bildband, der Mensch mit Fahrrad porträtiert. Weil ich mich selbst darin als Model wiedergefunden habe, enthalte ich mich einer Rezension und stelle ersatzweise ein paar tendenzielle Fragen an den Autor Simon Akstinat (Foto). &#160; Simon Akstinat, woher kam die Idee zum Buch? Die Idee kam vom Verlag. Der hatte bereits ein paar Arbeiten von mir gesehen und fand mich passend für das Projekt. Und ich wollte schon immer etwas mit dem Knesebeck Verlag machen. Du warst aber vorher kein Szenekenner? Nein, das war ein Thema, mit dem ich mich vorher nicht auskannte, da habe ich mich so reingeforscht. Rückblickend hat mit das sogar mehr Spaß gemacht, als manch anderes, das meine eigene Idee war. Es gibt bereits einige Fahrradbücher ähnlicher Machart … Es gibt ähnliche Bücher, nur fand ich es kurios, dass es im Mutterland des Fahrrades, wo es ja erfunden worden ist, noch nichts Vergleichbares gibt. Außerdem ließen die Fotobände, die es bisher gab, die Modelle sehr anonym wirken. Man erfuhr nicht viel über die Menschen dahinter. Das ist in diesem Buch anders. Nach welchen Kriterien hast du Mensch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/best5-4693.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10523" title="Foto: Simon Akstinat" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/best5-4693.jpg" alt="Foto: Simon Akstinat" width="1000" height="674" /></a>Die neueste mediale Verführung in Sachen Fahrradkultur kommt aus Deutschland und ist soeben in Buchform erschienen: „Cycle Love”. Ein handlicher Bildband, der Mensch mit Fahrrad porträtiert. Weil ich mich selbst darin als Model wiedergefunden habe, enthalte ich mich einer Rezension und stelle ersatzweise ein paar tendenzielle Fragen an den Autor Simon Akstinat (Foto).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Simon Akstinat, woher kam die Idee zum Buch?</strong></p>
<p>Die Idee kam vom Verlag. Der hatte bereits ein paar Arbeiten von mir gesehen und fand mich passend für das Projekt. Und ich wollte schon immer etwas mit dem Knesebeck Verlag machen.</p>
<p><strong>Du warst aber vorher kein Szenekenner?</strong></p>
<p>Nein, das war ein Thema, mit dem ich mich vorher nicht auskannte, da habe ich mich so reingeforscht. Rückblickend hat mit das sogar mehr Spaß gemacht, als manch anderes, das meine eigene Idee war.</p>
<p><strong>Es gibt bereits einige Fahrradbücher ähnlicher Machart … </strong></p>
<p>Es gibt ähnliche Bücher, nur fand ich es kurios, dass es im Mutterland des Fahrrades, wo es ja erfunden worden ist, noch nichts Vergleichbares gibt. Außerdem ließen die Fotobände, die es bisher gab, die Modelle sehr anonym wirken. Man erfuhr nicht viel über die Menschen dahinter. Das ist in diesem Buch anders.</p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien hast du Mensch und Fahrrad ausgewählt?</strong></p>
<p>Mein Anspruch war es, die ausgefallensten Fahrräder, die mich persönlich fasziniert haben, heranzuholen. Aber auch Leute, die vielleicht nicht so besondere Räder haben, dafür etwas Besonderes damit machen. Wenn man mit einem stinknormalen Fahrrad einmal um die Welt fährt, dann passte das beispielsweise gut in den Bildband „Cycle Love“.</p>
<p><strong>An welche besonderen Begegnungen erinnerst du dich?</strong></p>
<p>Da denke ich zuerst an Per Poulsen-Hansen, den dänischen Botschafter. Der Typ war hochsympathisch und hat sich über mein Olsenbande T-Shirt gefreut. Oder an einen Chopperfahrer, der mir gegenüber zuerst sehr misstrauisch war, als ich ihn auf der Straße ansprach. Aber es ist schön zu sehen, wie die Leute dann auftauen, wenn sie merken, du hast ein ehrliches Interesse und man sich schließlich doch näher kommt.</p>
<p><strong>Als Autor und Fotograf kannst du nicht selbst im Fotoband auftauchen. Was fährst du für ein Fahrrad und welcher unerzählte Augenblick könnte unter deinem Porträt stehen?</strong></p>
<p>Ich fahre ein recht normales Mountainbike. Und ich erinnere mich noch an den ersten Moment, wo mich mein Vater oder mein älterer Bruder allein mit dem Fahrrad losließ. Da konnte ich kaum glauben, dass ich wirklich das Gleichgewicht halten kann.</p>
<p><strong>Vielen Dank, Simon Akstinat.</strong></p>
<p>Nichts zu danken.</p>
<p><em>Text: wscher / Foto: Simon Akstinat</em></p>
<p>Infos: <a href="http://www.knesebeck-verlag.de/">www.knesebeck-verlag.de</a> / Facebook: <a href="https://www.facebook.com/pages/Cycle-Love/436995749722693">Cycle Love</a>/ <a href="https://www.facebook.com/events/296622563793833/">Buchpremieren-Party im stilrad Berlin, Do, 25. April, ab 19.30 Uhr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/44797_448465371909064_1733822862_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10527" title="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/44797_448465371909064_1733822862_n.jpg" alt="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" width="720" height="480" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/555943_449836218438646_1510474043_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10528" title="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/555943_449836218438646_1510474043_n.jpg" alt="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" width="721" height="480" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/6422_437001693055432_1634262664_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10529" title="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/6422_437001693055432_1634262664_n.jpg" alt="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" width="480" height="720" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/528357_446515018770766_1501001890_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10530" title="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/528357_446515018770766_1501001890_n.jpg" alt="Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de" width="718" height="480" /></a></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/028d6fc15319434aa14cd1bee031cbb4" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Levi´s Commuter Jeans im Test</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 12:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Levis Commuter Jeans]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang März radelte ich zum Levi´s Store am Berliner Kurfürstendamm, um mir die Levi´s Jeans der im vergangenen Jahr vorgestellten „Commuter Series“ aus der Nähe anzuschauen. Glücklicherweise erfüllte ich alle drei Voraussetzung für die Jeanshose: Ich bin erstens schlank, zweitens männlich, drittens hatte ich 120,00 Euro übrig. Weil der Marktanteil Rad fahrender Frauen von Levi´s bisher als zu gering eingeschätzt wird, gibt es noch keine Damenkollektion. Ob sich nicht doch irgendwelche schlanken Mädchen in die Hose zwängen? „Nein“, so verriet mir jedenfalls die Verkäuferin, „Frauen kaufen diese Jeans nicht.“ Ich fand meine Größe W34/L34, zögerte kurz wegen der Slimform, auch das sollte ästhetisch bedacht sein, zahlte schließlich und setzte mich gleich aufs Rad damit. Dass es sich klimatisch um eine dünne Sommerhose handelt, wurde beim ersten Luftzug spürbar. Da saß die Hose noch eng. Der Stretchanteil im Stoff weitete die Hose in den folgenden Tagen rasch in eine für meine Empfindung bequemere Form. Das sollte bei der Wahl der Größe ebenfalls bedacht werden. Zuhause angekommen, interessierte ich mich zunächst für die NanoSphere®-Ausrüstung. Diese ist auf der Textiloberfläche aufgetragen und soll Wasser wie Schmutz abweisen, ohne die Optik oder die Atmungsaktivität zu beeinflussen. Also machte ich ein paar schüchterne Experimente mit Wasserspritzern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10453" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a></p>
<p>Anfang März radelte ich zum Levi´s Store am Berliner Kurfürstendamm, um mir die Levi´s Jeans der im vergangenen Jahr vorgestellten „Commuter Series“ aus der Nähe anzuschauen. Glücklicherweise erfüllte ich alle drei Voraussetzung für die Jeanshose: Ich bin erstens schlank, zweitens männlich, drittens hatte ich 120,00 Euro übrig. Weil der Marktanteil Rad fahrender Frauen von Levi´s bisher als zu gering eingeschätzt wird, gibt es noch keine Damenkollektion. Ob sich nicht doch irgendwelche schlanken Mädchen in die Hose zwängen? „Nein“, so verriet mir jedenfalls die Verkäuferin, „Frauen kaufen diese Jeans nicht.“</p>
<p>Ich fand meine Größe W34/L34, zögerte kurz wegen der Slimform, auch das sollte ästhetisch bedacht sein, zahlte schließlich und setzte mich gleich aufs Rad damit. Dass es sich klimatisch um eine dünne Sommerhose handelt, wurde beim ersten Luftzug spürbar. Da saß die Hose noch eng. Der Stretchanteil im Stoff weitete die Hose in den folgenden Tagen rasch in eine für meine Empfindung bequemere Form. Das sollte bei der Wahl der Größe ebenfalls bedacht werden.</p>
<p>Zuhause angekommen, interessierte ich mich zunächst für die NanoSphere®-Ausrüstung. Diese ist auf der Textiloberfläche aufgetragen und soll Wasser wie Schmutz abweisen, ohne die Optik oder die Atmungsaktivität zu beeinflussen. Also machte ich ein paar schüchterne Experimente mit Wasserspritzern. Und siehe: Die Wasserperlen standen tatsächlich wie Morgentau auf dem Stoff und perlten nur so herunter. Darauf rumreiben sollte man nicht, denn dann dringt die Feuchtigkeit ein. Im Gegensatz zu herkömmlicher Jeans ist es allerdings ein weiteres Phänomen der Commuter, dass ihr Stoff rasch wieder trocknet. Nun, soweit meine improvisierten Versuche im Labor. Die Härtetests sollten bald auf natürliche Weise folgen.</p>
<p>Bereits wenige Tage nach dem Kauf radelte ich zur Berliner Fahrrad Schau. Den ganzen Tag über verbrachte ich in den Hallen, verirrte mich an den Ständen und in Gesprächen, wie es sich auf einer Fahrradmesse gehört. Dabei hatte ich nicht ein einziges Mal nach draußen geschaut. Erst vor dem Aufbruch sprachen mich ein paar Leute an: „Hast du eigentlich schon mal rausgeschaut?“ Ich schaute hinaus und sah: Der Winter war noch einmal zurückgekehrt, Regen und Schnee wechselten sich in ungemütlicher Reihenfolge ab. Aber die anteilnehmende Frage: „Hast du es weit?“ verstand ich überhaupt nicht. Einerseits fragten das ausgerechnet Radenthusiasten, andererseits hatte ich diese Legendenbildungsmaschine eines anderen Bekleidungsherstellers aus dem Radsportbereich im Kopf. Damit meine ich Werbefilme, in denen die Helden in stilsicherer Performance Wear durch Wind und Wetter reiten. So dachte ich beim Hinausschauen: Endlich!, der Härtetest für Ross, Reiter und Jeans.</p>
<p>Ich setzte mich also aufs Rad und fuhr die knapp acht Kilometer, eine optimale Pendlerstrecke, im langsamen Tempo durch den Schnee zurück. Der Schnee verwandelte sich in Regen. Und als Berufsskeptiker argwöhnte ich, in dieser dünnen Sommerhose wirst du in Windeseile nass bis auf die Knochen sein und anschließend erfrieren. In diesem Augenblick war aus dem Helden längst wieder ein gewöhnlicher Alltagsradfahrer geworden. Außerdem hatte ich noch immer die Worte des Levi´s Projektmanagers vom letzten Jahr im Ohr: <em>Fashion first, on top of it die funktionalen Extras.</em> Wird eine Marketing-Spielerei sein, lautete daher mein Vorurteil. Umso größer die Überraschung: Zum ersten Mal kam ich an diesem Abend mit einer Jeanshose trocken durch den Regen.</p>
<p>Als ich am Morgen den Test fortsetzte, war regelrecht Winterwetter eingekehrt. Die Weltstadtbewohner zeigten wie in der Provinz mit dem Finger auf mich, weil ich tatsächlich Fahrrad fuhr und einer rief mir zu: „Ist das nicht zu gefährlich?!“</p>
<p>Richtig gefährlich waren an diesem Tag Autofahrer, die trotz der schlechten Verhältnisse auf der Straße des 17. Juni eitel Rennen fuhren und kaum Rücksicht auf den einzigen Radfahrer weit und breit nahmen. Sie rasten dicht an mir vorbei und verspritzten ordentlich Matsch. Bei dieser Gelegenheit reifte mein Respekt für die Funktionalität dieser Hose noch mehr. Später war nicht einmal der Dreck sichtbar geblieben.</p>
<p>Apropos. Nicht nur das Wetter und die motorisierten Verkehrsteilnehmer, auch das Unterbewusstsein hat perfekt mitgespielt beim Commuter-Test. Einen Tag, bevor wir die Fotos machten, die hier zu sehen sind, kleckerte ich mir Schokolade auf die Hose. Vollkommen absichtslos natürlich, aber man kennt ja das Unterbewusstsein. Die NanoSphere®-Beschichtung funktionierte, wie versprochen. Ich wischte die Schokolade einfach mir einem nassen Schwamm ab. Und wie gehabt war die Hose gleich danach wieder trocken.</p>
<p>Über den am Hosenbein aufkrempelbaren reflektierenden Scotchlite™-Reflexstreifen verliere ich nicht zu viele Worte. Der erfüllt seine Funktion und sieht besonders nachts cool aus. Das extra aufgenähte Schlossband dagegen kann nur einem Mini-U-Lock im Werbeclip gefallen, das zur Diebstahlsicherung im echten Leben kaum angebracht ist. Mit dem sicheren großen Schloss ziehst du dir die Hose nach unten, die der Idee nach zudem modisch ohne Gürtel getragen wird. Meine Empfehlung wäre so etwas wie eine zusätzliche Schlaufe unterhalb des linken Hüftknochens, an der sich auch ein größeres Schloss auspendeln ließe.</p>
<p>Bevor man ein frisch erworbenes Kleidungsstück anziehen kann, müssen bekanntlich jede Menge kleiner Zettelchen entfernt werden. Auf einem dieser Papierchen stand: „For best results, wear as long as possible before washing.“ Ursprünglich wollte ich diese Hose auch kaputttragen, „for best test results“, sozusagen. Aber nach sechs Wochen habe ich mich dazu entschlossen, hier meine Testergebnisse zu veröffentlichen. Die beliebte Frage, ob die Funktion auch nach zahlreichen Wasch- oder Reinigungsvorgängen erhalten bleibt, muss aufgeschoben werden. Dazu kann ich in einem späteren Kommentar Stellung nehmen. (Mittlerweile erfolgt, siehe Kommentar unten.)</p>
<p>Vielleicht sollte ich nicht öffentlich machen, dass ich die Commuter in dieser Zeit bald täglich und immer auf dem Rad getragen habe, ohne sie nur einmal zu waschen. Andererseits könnte ich dann nicht berichten, dass auch die antibakterielle Hygienefunktion Sanitized® hält, was sie verspricht: Diese Jeans stinkt nicht.</p>
<p>Wer also die ganz oben genannten Voraussetzungen erfüllt, bekommt mit der Levi´s Commuter nicht einfach nur eine modische Fahrradjeans. Darüber hinaus überzeugt ihr funktionaler Komfort.</p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: A. Jeltschin</em></p>
<p><em></em>Weitere Infos: <a href="http://www.levi.com/de/de_DE/collections-home/men/commuter">Levi´s</a> / Das könnte auch interessant sein: <a href="http://fahrradjournal.de/fahrradmode/levi%C2%B4s-commuter-series-fallwinter-2012/">Levi´s Commuter Series Fall/Winter 2012</a> , <a href="http://fahrradjournal.de/fahrradmode/levi%C2%B4s-commuter-coole-jeans-funktionale-extras/">Levi´s Commuter: Coole Jeans, funktionale Extras</a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/1web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10454" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/1web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/5_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10455" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/5_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/9_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10456" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/9_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/13_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10457" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/13_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="666" height="1000" /></a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/8_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10458" title="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/8_web.jpg" alt="Foto: A. Jeltschin / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/12994ce357394b939cc2824ef648aeb4" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Fahrradstadt Berlin: Bald Chefsache?</title>
		<link>http://fahrradjournal.de/politik/fahrradstadt-berlin-bald-chefsache/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fahrradstadt-berlin-bald-chefsache</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 09:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Eurobike]]></category>
		<category><![CDATA[Radverkehrspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Berliner Zeitung am 12.04.2013 auf ihrer Titelseite schreibt, will Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum die Investitionen in den Radverkehr für die Haushaltsjahre 2014 und 2015 um zwei Millionen Euro verringern. Dies gehe auf eine Liste zurück, welche die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Vorfeld der Haushaltsberatung beim Finanzsenator eingereicht und die nun mit den Kürzungen Nußbaums retour gekommen sein soll. Demnach würden sich u. a. die Mittel für neue Radfahrstreifen und Radwege von vier Millionen pro Haushaltsjahr auf  je 2,5 Millionen Euro reduzieren. Kritiker der Berliner Radverkehrspolitik werden gerne auf eine Haushaltssperre, die Verteilungskämpfe innerhalb der einzelnen Senatsverwaltungen sowie einen unterschiedlichen Durchsetzungswillen in den Bezirken verwiesen. Dabei wird offenbar, was der Berliner Politik für Erfolg und Glaubwürdigkeit in Sachen Fahrradstadt fehlt. „15 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt, bald sollen es 20 Prozent sein“, heißt es in dem Artikel der Berliner Zeitung weiter. Kompletter Unsinn ist allerdings die Zuschreibung, dass der Boom des städtischen Radverkehrs „eine der wenigen Erfolgsgeschichten der Berliner Verkehrspolitik“ sei. Schließlich hat die Politik nicht den Fahrradboom ausgelöst. Vielmehr ist es die stetig wachsende Zahl einer heterogenen Rad fahrenden „Gemeinde“, die Verkehrspolitiker schlicht zum Handeln zwingt. Seit Jahren tuckern Stadtentwicklungsbehörde und Bezirke mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://berlzeit.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/berlin;?r=http%3A//www.berliner-zeitung.de/berlin/radwege-in-berlin-berlin-kuerzt-ausbau-der-radwege%2C10809148%2C22345250.html&amp;d=41126.14948979595" alt="szmtag" width="1" height="1" /><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Slideshow1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10425" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Slideshow1.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="640" height="290" /></a>Wie die <em>Berliner Zeitung</em> am 12.04.2013 auf ihrer Titelseite schreibt, will Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum die Investitionen in den Radverkehr für die Haushaltsjahre 2014 und 2015 um zwei Millionen Euro verringern. Dies gehe auf eine Liste zurück, welche die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Vorfeld der Haushaltsberatung beim Finanzsenator eingereicht und die nun mit den Kürzungen Nußbaums retour gekommen sein soll. Demnach würden sich u. a. die Mittel für neue Radfahrstreifen und Radwege von vier Millionen pro Haushaltsjahr auf  je 2,5 Millionen Euro reduzieren.</p>
<p>Kritiker der Berliner Radverkehrspolitik werden gerne auf eine Haushaltssperre, die Verteilungskämpfe innerhalb der einzelnen Senatsverwaltungen sowie einen unterschiedlichen Durchsetzungswillen in den Bezirken verwiesen. Dabei wird offenbar, was der Berliner Politik für Erfolg und Glaubwürdigkeit in Sachen Fahrradstadt fehlt.</p>
<p>„15 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt, bald sollen es 20 Prozent sein“, heißt es in dem Artikel der <em>Berliner Zeitung</em> weiter. Kompletter Unsinn ist allerdings die Zuschreibung, dass der Boom des städtischen Radverkehrs „eine der wenigen Erfolgsgeschichten der Berliner Verkehrspolitik“ sei. Schließlich hat die Politik nicht den Fahrradboom ausgelöst.</p>
<p>Vielmehr ist es die stetig wachsende Zahl einer heterogenen Rad fahrenden „Gemeinde“, die Verkehrspolitiker schlicht zum Handeln zwingt. Seit Jahren tuckern Stadtentwicklungsbehörde und Bezirke mit guten Infrastrukturmaßnahmen wie breiten Radstreifen oder Fahrradstraßen, aber auch mit Schönheitsoperationen wie das beidseitig befahrbare Kinderkarussel am Großen Stern hinterher.</p>
<p>Was der Politik in Berlin fehlt, ist eine „Chefsache Fahrradstadt“. Eine charismatische Figur an der Machtspitze, die nicht lamentiert, sondern Haltung bezieht und eine verlässliche und sichtbare Radverkehrspolitik vorlebt und durchsetzt.</p>
<p>Und nur keine Angst. Auch mit dem Fahrrad lässt sich mittlerweile auf Stimmenfang gehen. So verlautbarte jüngst sogar das Bundeskanzleramt, dass sich Angela Merkel zwei Stunden Zeit nehmen werde, um die kommende Fahrradmesse Eurobike offiziell zu eröffnen und bei einem Rundgang die Trends und Neuheiten aus der großen Fahrradwelt kennenzulernen.</p>
<p><em>Text + Foto: wscher</em></p>
<p>Zum Artikel der Berliner Zeitung: <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/radwege-in-berlin-berlin-kuerzt-ausbau-der-radwege,10809148,22345250.html">Berlin kürzt Ausbau der Radwege</a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d003da8aae5a4fb783f8a7c4a324762c" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Radfahren als Lebensstil. Interview mit Rapha-Mann Kieran Riley</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 18:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kieran Riley]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der letzten Berliner Fahrrad Schau 2013 traf ich Kieran Riley, seit drei Jahren Head of Sales &#38; Marketing für Europa beim Bekleidungshersteller Rapha. Gute Gelegenheit, ein paar Fragen über das Brand loszuwerden, das seit einigen Jahren Erfolg mit stilsicherer Performance Wear feiert und im Übrigen fleißig am Kult des Radsports strickt.   Kieran, erzähl doch einmal die wahre Geschichte von Rapha. Rapha wurde 2004 von Simon Mottram in London gegründet. Der war ein ganz normaler Radfahrer so wie du und ich. Aber mittags hatte er immer Lust zum Shoppen. Er ging in die Radladen rein und wollte sich was Schönes kaufen. Da gab es tolle Rahmen und Laufräder. Was harte Waren anging, kein Problem. Aber Simon war sehr stilbewusst, hatte ein Auge für Design. Er trug gern maßgeschneiderte Anzüge, und er fragte sich, wie kann das sein? Ich gehe in einen Radladen und da gibt es nur diese grottenschlechten und hässlichen Klamotten? Entweder nur technische Bekleidung oder diese bunten Retrosachen. Das hat ihn überhaupt nicht angesprochen. Er hat gesehen, da ist eine Marktlücke, da könnte ich vielleicht etwas machen. Und weil er viele Jahre in Branding- und Design-Agenturen gearbeitet hatte, machte er sich an sein eigenes Konzept. Ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Kieran-Riley_web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10394" title="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Kieran-Riley_web.jpg" alt="Foto: wscher / www.fahrradjournal.de" width="1000" height="666" /></a>Auf der letzten Berliner Fahrrad Schau 2013 traf ich Kieran Riley, seit drei Jahren Head of Sales &amp; Marketing für Europa beim Bekleidungshersteller Rapha. Gute Gelegenheit, ein paar Fragen über das Brand loszuwerden, das seit einigen Jahren Erfolg mit stilsicherer Performance Wear feiert und im Übrigen fleißig am Kult des Radsports strickt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kieran, erzähl doch einmal die wahre Geschichte von Rapha.</strong></p>
<p>Rapha wurde 2004 von Simon Mottram in London gegründet. Der war ein ganz normaler Radfahrer so wie du und ich. Aber mittags hatte er immer Lust zum Shoppen. Er ging in die Radladen rein und wollte sich was Schönes kaufen. Da gab es tolle Rahmen und Laufräder. Was harte Waren anging, kein Problem. Aber Simon war sehr stilbewusst, hatte ein Auge für Design. Er trug gern maßgeschneiderte Anzüge, und er fragte sich, wie kann das sein? Ich gehe in einen Radladen und da gibt es nur diese grottenschlechten und hässlichen Klamotten? Entweder nur technische Bekleidung oder diese bunten Retrosachen. Das hat ihn überhaupt nicht angesprochen. Er hat gesehen, da ist eine Marktlücke, da könnte ich vielleicht etwas machen. Und weil er viele Jahre in Branding- und Design-Agenturen gearbeitet hatte, machte er sich an sein eigenes Konzept. Ein paar Jahre lang feilte er an seinem Businessplan, dann suchte er sich Investoren. So wurde Rapha gegründet.</p>
<p><strong>Es fällt auf, wie sehr Rapha an der Legende des Radsports strickt und dabei einen richtigen Kult um die Marke aufgebaut hat. Wie gelang das?</strong></p>
<p>Das gelang, weil wir das aus Leidenschaft machen. Wenn in London fünfzig Mitarbeiter bei Rapha arbeiten, dann fahren mindestens neunundvierzig davon mit dem Rad zur Arbeit. Alle, die bei Rapha arbeiten, sind radsportverrückt. Unsere Liebe zum Detail funktioniert auch nur, wenn man selbst das Radfahren liebt. Das machst du nicht aus Geld, sondern weil es dir Spaß macht. Und ich weiß, wenn es mir Spaß macht, dann macht es auch anderen Spaß.</p>
<p><strong><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/2-821.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10396" title="Foto: Rapha / www.rapha.cc" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/2-821.jpg" alt="Foto: Rapha / www.rapha.cc" width="780" height="440" /></a>Macht ihr eigentlich alles selbst?</strong></p>
<p>Wir machen das größtenteils inhouse in London, vom Design bis zum Webauftritt. Normalerweise arbeiten wir auch nicht mit Agenturen. Erst in den letzten Monaten, wegen dieser Team Sky-Geschichte, deren Ausstatter Rapha ist. Ansonsten bleibt alles in der Familie.</p>
<p><strong>Offenbar selbst das Modeln. Kürzlich hat mir jemand erzählt, als er bei Rapha in London hereinschneite, saßen da im Büro all diese Typen aus den Filmen rum &#8230;</strong></p>
<p>Natürlich. Aber nicht immer. Wenn es etwa um die Continental-Filme geht, da gibt es eine Gruppe von Radfahrern. Da geht es um Kameradschaft, um eine schön Ausfahrt, aber auch um hartes, schnelles Fahren. Ich habe ja gesagt, dass wir radsportverrückt sind. Und da sind einige sehr talentierte Fahrer darunter, nimm nur Art Director Ultan Coyle, der 2012 das 24-Stunden-Rennen von England gewonnen hat.</p>
<p><strong>Es gibt nicht nur Performance Wear, sondern auch urbane Kollektionen von Rapha.</strong></p>
<p>Es gibt die City Riding Kollektion. Da haben wir verschiedene Kollaborationen gemacht. Mit Paul Smith zum Beispiel oder mit Christopher Raeburn 2013. Die sind sehr beliebt bei den Kunden. Das funktioniert, weil man nicht nur Radfahrer ist, wenn man auf dem Rad sitzt, sondern weil das ein Lebensstil, ja eine Lebensentscheidung ist. Wenn man mit dem Rad zur Arbeit pendelt oder abends ins Restaurant geht, kann man diese Sachen gut anziehen. Und dann ist das natürlich immer auch ein Statement, was Design, Sport und Leidenschaft angeht.</p>
<p><strong><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/C2-30.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10398" title="Foto: Rapha / www.rapha.cc " src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/C2-30.jpg" alt="Foto: Rapha / www.rapha.cc " width="780" height="440" /></a>Neben den verschiedenen Kollektionen gibt es sogar eine Hautpflegelinie, darunter eine eigene Rapha-Seife. Hat da schon mal jemand gesagt: Kommt Leute, das geht jetzt aber zu weit?</strong></p>
<p>Man kann sicher darüber diskutieren, aber uns macht das einfach Spaß. Es gibt einige Kunden, denen können und wollen wir alles bieten. Aber was wir gar nicht wollen: Ein Produkt für möglichst viele Leute machen. So eine Marke sind wir eben nicht.</p>
<p><strong>Wird sich das nicht ändern, jetzt, wo Rapha Ausstatter von Team Sky geworden ist?</strong></p>
<p>Da geht es natürlich mehr in die Breite. Dafür haben wir verschiedene Preispunkte angeboten. Du kannst genau das kaufen und fahren, was Bradley Wiggins momentan trägt. Aber es gibt auch ein T-Shirt für den ganz normalen Fan, der da an der Straße stehen will, das kannst du für 20,00 Euro haben.</p>
<p><strong>Wie schätzt du die Entwicklung der Fahrradmode ein. Wird es weitere Marken geben? Wo geht der Trend hin?</strong></p>
<p>Letztes Jahr kam Levi´s dazu, dieses Jahr H&amp;M. Das wird so weitergehen. Ich hoffe aber, dass man mehr von den kleinen Firmen sieht. So wie Rapha oder Café du Cycliste, solche Firmen finde ich schön. Was Trends angeht, kommen sehr viele Kollaborationen, also die Frage, wie kann man gemeinsam mit Künstlern zusammenarbeiten? Mit Fotografen, Designern, Juwelieren oder auch Architekten.</p>
<p>Ein Thema für uns dieses Jahr heißt: Made in England. Unsere Lederhandschuhe etwa werden in England gemacht, auch die Kollaboration mit Christopher Raeburn wird komplett in England produziert, ebenso sehr viele Sachen von der Team Sky Kollektion. Sodann produzieren wir in Italien und Portugal. Aber an China kommt man auch nicht vorbei.</p>
<p><strong><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4008-front.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10401" title="Foto: Rapha / www.rapha.cc " src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/4008-front.jpg" alt="Foto: Rapha / www.rapha.cc " width="940" height="954" /></a>Gibt es eine Zukunftsvision bei Rapha?</strong></p>
<p>Wir werden machen, was wir immer gemacht haben. Wir wollen sorgfältig wachsen,  nicht unbedingt an jeder Straßenecke präsent sein und eine gewisse Exklusivität bewahren. Und natürlich wollen wir Spaß an der ganzen Sache haben.</p>
<p><strong>Rapha-Produkte gibt es online zu kaufen oder wenn man Glück hat, auf einem Jedermannrennen. Seltener dagegen in Fahrradläden. Wann blüht uns endlich der Rapha Shop?</strong></p>
<p>Was die Radläden angeht, da es gibt wenige, wo man wirklich sagen kann: Da passt Rapha rein und die uns dann auch noch eine ausreichende Fläche zur Verfügung stellen. Und dann weiß nicht jeder, wie man eine Marke präsentiert oder eine Geschichte erzählt. Also machen wir es lieber gar nicht und warten, bis wir es selber machen können.</p>
<p>Neben unseren Läden in London, in San Francisco und Osaka, wird es also sicherlich noch einen Laden geben. Ob das nun in Berlin, Amsterdam oder Paris sein wird, das wird kommen. Ich schätze aber nicht im Jahre 2013.</p>
<p>Interview: wscher / Fotos: wscher / Rapha</p>
<p>Weitere Infos: <a href="http://www.rapha.cc/">Rapha-Website</a></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/3222-35.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10402" title="Foto: Rapha / www.rapha.cc " src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/3222-35.jpg" alt="Foto: Rapha / www.rapha.cc " width="620" height="350" /></a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d841f142b93c42ea9e74c003326aa71c" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Crowd finanziert Fotoband zur Hamburger Radkultur</title>
		<link>http://fahrradjournal.de/kultur/crowd-finanziert-fotoband-zur-hamburger-radkultur/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=crowd-finanziert-fotoband-zur-hamburger-radkultur</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 06:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fahrradjournal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles strebt unumkehrbar vom Print ins Netz. Wirklich alles? Das ist natürlich Unsinn. Ausgerechnet bei der Buchproduktion geht der Weg schon mal vice versa. Erfreulich, wenn hier nicht von einem kitschigen Autor die Rede sein muss, dem das Attribut &#8220;erfolgreich&#8221; allein aufgrund seiner Verkaufszahlen zugeschrieben wird, dessen Inhalte aber zu vernachlässigen sind. Stattdessen geht es um ein fotografisches Projekt. Im Dezember setzte ich ein Blog auf Platz 4 unseres Bike-Blog-Rankings und Folgendes hinzu: &#8220;Was für viele Fahrradblogs offenbar keine Priorität hat oder aus Mangel an Webdesignkenntnissen nicht machbar ist, sticht hier als positives Beispiel heraus: Blogs sollten auch fürs Auge schön sein. Die erst im Oktober 2012 gestartete Fotoserie von Björn Lexius und Till Gläser porträtiert Radfahrer/innen aus Hamburg. Nach eigenen Angaben möchten  die beiden Fotografen auf das Fahrrad als Transportmittel aufmerksam machen und zeigen, dass Radfahrer/innen ebenso Verkehrsteilnehmer sind wie Autos. Wie auch immer, großartig gepunktet haben sie bereits im Schönheitswettbewerb.&#8221; Zwar hat sich das gelobte Webdesign in der Zwischenzeit zu meiner Ernüchterung verändert. Umso mehr fällt der Blick heute auf die ausgestellten Fotos. Auch dem Thema Mensch und Fahrrad haben sich in den letzten Jahren bereits einige Fotografen und Verlage gewidmet. Die hießen Cycle Style oder Cycle Chic. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121228_WAT_SUSANNE_0001.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10347" title="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121228_WAT_SUSANNE_0001-1024x681.jpg" alt="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" width="1024" height="681" /></a>Alles strebt unumkehrbar vom Print ins Netz. Wirklich alles? Das ist natürlich Unsinn. Ausgerechnet bei der Buchproduktion geht der Weg schon mal vice versa. Erfreulich, wenn hier nicht von einem kitschigen Autor die Rede sein muss, dem das Attribut &#8220;erfolgreich&#8221; allein aufgrund seiner Verkaufszahlen zugeschrieben wird, dessen Inhalte aber zu vernachlässigen sind. Stattdessen geht es um ein fotografisches Projekt.</p>
<p>Im Dezember setzte ich ein Blog auf Platz 4 unseres <a href="http://fahrradjournal.de/kultur/top-50-german-bike-blogs-2012/">Bike-Blog-Rankings</a> und Folgendes hinzu: &#8220;Was für viele Fahrradblogs offenbar keine Priorität hat oder aus Mangel an Webdesignkenntnissen nicht machbar ist, sticht hier als positives Beispiel heraus: Blogs sollten auch fürs Auge schön sein. Die erst im Oktober 2012 gestartete Fotoserie von Björn Lexius und Till Gläser porträtiert Radfahrer/innen aus Hamburg. Nach eigenen Angaben möchten  die beiden Fotografen auf das Fahrrad als Transportmittel aufmerksam machen und zeigen, dass Radfahrer/innen ebenso Verkehrsteilnehmer sind wie Autos. Wie auch immer, großartig gepunktet haben sie bereits im Schönheitswettbewerb.&#8221;</p>
<p>Zwar hat sich das gelobte Webdesign in der Zwischenzeit zu meiner Ernüchterung verändert. Umso mehr fällt der Blick heute auf die ausgestellten Fotos. Auch dem Thema Mensch und Fahrrad haben sich in den letzten Jahren bereits einige Fotografen und Verlage gewidmet. Die hießen <a href="http://fahrradjournal.de/kultur/cycle-style/">Cycle Style</a> oder <a href="http://fahrradjournal.de/kultur/cycle-chic-das-buch/">Cycle Chic</a>. Und mit Spannung erwarte ich das Erscheinen von <a href="http://fahrradjournal.de/kultur/cycle-love/">Cycle Love</a> aus dem Knesebeck-Verlag, das für den 20. April angekündigt ist. Etwas mehr Mut und Originalität beim Titeln hätte ich übrigens allen drei Fotobänden gewünscht. Aber geht es nicht auch ohne die etablierten Verlage? Nachdem ich mich also mehr oder weniger für die Verlage ins Zeug gelegt habe, hier nun der Hinweis auf das unabhängige Projekt von Björn Lexius und Till Gläser.</p>
<p>Till Gläser, der sich ehrlich als &#8220;autofahrender Radfahrer&#8221; bezeichnet, arbeitet hauptberuflich als Hochzeitsfotograf. Björn Lexius, der viele Fahrräder aber keinen Führerschein besitzt, arbeitet ebenfalls hauptberuflich als Fotograf. 2011 wurde er von der Tierschutzorganisation Peta für sein Projekt &#8220;WE ARE VEGANS&#8221; mit dem Progress Award ausgezeichnet.</p>
<p>Beide Fotografen planen einen 200-seitiger Bildband, der die schönsten Motive der WE ARE TRAFFIC-Serie enthalten soll. Nach Vision und Pathos der beiden Fotografen soll es ein Buch werden, &#8220;welches man gern zur Hand nimmt und darin blättert, es Freunden zeigt und anschliessend gemeinsam auf sein Fahrrad steigt, um das zu fühlen, was tagtäglich immer mehr Menschen wiederentdecken: Freiheit.&#8221;</p>
<p>Zeitgemäß setzen die Initiatoren auf die Crowd. Denn am Ende müssen auch sie zumindest für die Vorfinanzierung aufs Geld schielen. Während ich diese Zeilen schreibe bleiben ihnen noch fünf Tage bei einem Stand von 13.409 Euro von 15.000 Euro. Wer diese Kultur und das Erscheinen des Buches unterstützen möchte, sollte nicht aufs Geld schielen und kann <a href="http://www.startnext.de/we-are-traffic">hier</a> sozusagen auf den letzten Metern vor der Ziellinie zum Sponsor werden. Zum Blog geht es <a href="http://www.wearetraffic.de/">hier.</a> Ich wünsche viel Erfolg und dass der Fotoband niemals &#8220;Cycle Traffic&#8221; heißen möge.</p>
<p><em>Text: wscher / Fotos: Björn Lexius / Till Gläser</em></p>
<p><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121129_WAT_CATIE_0001.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10348" title="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121129_WAT_CATIE_0001-1024x681.jpg" alt="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" width="1024" height="681" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121104_WAT_SINA_0001.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10349" title="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20121104_WAT_SINA_0001-1024x681.jpg" alt="Foto: Till Gläser / www.wearetraffic.de" width="1024" height="681" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Sebastian.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10350" title="Foto: Björn Lexius / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/Sebastian-1024x682.jpg" alt="Foto: Björn Lexius / www.wearetraffic.de" width="1024" height="682" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/LAURA.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10351" title="Foto: Björn Lexius / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/LAURA-1024x682.jpg" alt="Foto: Björn Lexius / www.wearetraffic.de" width="1024" height="682" /></a><a href="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20130201_WAT_Team_900px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10352" title="Foto: Björn Lexius / Till Gläser / www.wearetraffic.de" src="http://fahrradjournal.de/wp-content/uploads/2013/04/20130201_WAT_Team_900px.jpg" alt="Foto: Björn Lexius / Till Gläser / www.wearetraffic.de" width="900" height="599" /></a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3bfa874eb5eb4e839050da65253c66a9" alt="" width="1" height="1" /></p>
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