Foto: wscher / www.fahrradjournal.deDamit fahrradjournal an Freitagen noch schneller ins Wochenende gehen kann, gibt es heute das fahrradjournal Wochenendgeschenk. Für die Redaktion bedeutet das, sich eine einfache Frage auszudenken, zu posten und Feierabend. Für die Leserinnen und Leser: Die einfache Frage richtig beantworten und auf Post warten. Die Regeln wurden etwas modifiziert. Man muss jetzt nicht mehr der oder die Erste sein. Bis heute 24.00 Uhr kann die Lösung eingesandt werden. Der/die erste richtige Einsender/in wird ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Poster: Paul Thiltges Distributions Heute geht es um einen Film. Wer ein bisschen genervt war von Pepe Danquarts vor sich hin plätschernder Heldenverklärung „Höllentour” – war jemand davon genervt? – der erhält mit diesem Film eher den Versuch einer Darstellung von persönlichen Beziehungen. Gerade Zuschauer, die sonst wenig am Hut haben mit der Tour de France, dürften dabei auf ihre Kosten kommen. Dafür sorgt u. a. der per se schon filmreif-charismatische Kolumnist der l´Équipe Philippe Brunel, etwa wenn er Andy Schleck konzentriert ein Geheimnis zu entlocken sucht oder über die „Twins” – die eigentlich doch keine sind – philosophiert. Das ergibt weniger einen reißerischen Sportclip und viel ruhige Töne. Die Helden sind nicht ganz so cool wie etwa in „Höllentour”. Der Film bleibt auf dem Teppich. Hier von „viel Pathos” zu sprechen, wie einmal in einer Zeitschrift, wird dem Film nun wirklich nicht gerecht. Die Tour ist das äußere Gerüst, das allerdings als Taktgeber eingesetzt wird. Die Spannung entsteht durch die Nähe, durch das Heranrücken an die Personen, soweit dies eben möglich ist. Wenn es dann zurück ins Peloton geht, macht auch die Wiederschau der Tour 2011 Sinn.

Die volle Dosis Verklärung gibt es im fahrradjournal aber nicht. Daher sei auch hier erwähnt, dass Frank Schleck auf der 15. Etappe der Tour de France im Sommer 2012 positiv auf das Entwässerungsmittel Xipamid getestet worden ist. Das Mittel könnte (etwas altbacken) zur Maskierung von Doping eingesetzt worden sein. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Bei Verurteilung droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Wer für sich einen Weg gefunden hat, die Ambivalenz zwischen Tourleidenschaft und Tour(ent)täuschung auszuhalten: Die DVD der Doku gibt es sonst über mindjazz pictures für 19,90 Euro, heute 1 x kostenlos im fahrradjournal.

Die einfache Fangfrage dazu lautet: Welchen Platz erreichte Andy Schleck bei der Tour de France 2012? Also nicht reinlegen lassen.

Antworten (mit Postadresse) an: redaktion@fahrradjournal.de

Vielen Dank fürs Mitmachen. fahrradjournal wünscht viel Glück!

Text: wscher + Foto: wscher /Poster: Paul Thiltges Distributions