Foto: Flora Dias

Bikes vs. Cars – ewiger Krieg?

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Kampfradler und dressierte Affen in den Medien

Es wird viel gekämpft in letzter Zeit. Speziell im Straßenverkehr. Ganz besonders in Print- und Onlinemedien. Dort vielleicht sogar etwas mehr als in der Wirklichkeit auf der Straße. Im Prinzip spiegelt die Publizistik zwar nur ein Phänomen der Gegenwart: Die Konkurrenz verschiedener Verkehrsträger um den vorhandenen Verkehrsraum. Mit Formulierungen wie Kampfradler (Menschen auf Fahrrädern) und dressierte Affen (Menschen in Autos) jedoch zementiert man Feindbilder und heizt das Klima in den Städten an für das Kalkül Aufmerksamkeit, Verkäufe und Klickraten.

Manche Projektion speist sich so aus den Medien. Solche Bilder befördern eine Form von Rassismus, die jeden im Alltag treffen kann. Da gibt es Radfahrer, die fühlen sich von Blechbüchsen bedroht. Es gibt Fußgänger, die Blicken wie ein Psychotiker durch einen friedlichen Radfahrer hindurch und erwarten in der nächsten Sekunde irgendetwas Feindseliges vom inkarnierten Bösen. Und es gibt Autofahrer, die Radfahrer hassen. Unmöglich, einem Individuum zu begegnen, das möglicherweise nur temporär mit einem bestimmten Verkehrsmittel unterwegs ist. Affen und Kampfradler. Und es herrscht Krieg, nicht zu vergessen.

 

Das Filmprojekt „Bikes vs. Cars“ verspricht mehr

„Bikes vs. Cars – der ewige Kampf“ lautete denn auch der epochemachende Betreff einer Mitteilung der schwedischen Produktionsfirma „WG Film“ über ihr neuestes Projekt. Die geplante Dokumentation erhebt allerdings einen differenzierteren Anspruch, als ihr Titel vermuten lässt. Deshalb mag die Nennung des Projektes an dieser Stelle etwas deplatziert erscheinen und fahrradjournal wird sich dem Film nach seinem Erscheinen noch einmal widmen. Denn tatsächlich will Filmemacher Fredrik Gertten zeigen, wie sehr die Autoindustrie die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Fahrrades beeinflusst. Aber auch, dass es viele sind, die gern sicher mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs sind und an eine umweltfreundlichere Veränderung im Stadtbild glauben. Zunächst werden Unterstützer der Kickstarter-Kampagne gesucht. Mehr Info auf der  Website Es folgt der Werbetrailer zum Projekt.

Text: wscher / Foto: Flora Dias / Video: A WG Film production

 

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