Foto: Simon AkstinatDie neueste mediale Verführung in Sachen Fahrradkultur kommt aus Deutschland und ist soeben in Buchform erschienen: „Cycle Love”. Ein handlicher Bildband, der Mensch mit Fahrrad porträtiert. Weil ich mich selbst darin als Model wiedergefunden habe, enthalte ich mich einer Rezension und stelle ersatzweise ein paar tendenzielle Fragen an den Autor Simon Akstinat (Foto).

 

Simon Akstinat, woher kam die Idee zum Buch?

Die Idee kam vom Verlag. Der hatte bereits ein paar Arbeiten von mir gesehen und fand mich passend für das Projekt. Und ich wollte schon immer etwas mit dem Knesebeck Verlag machen.

Du warst aber vorher kein Szenekenner?

Nein, das war ein Thema, mit dem ich mich vorher nicht auskannte, da habe ich mich so reingeforscht. Rückblickend hat mit das sogar mehr Spaß gemacht, als manch anderes, das meine eigene Idee war.

Es gibt bereits einige Fahrradbücher ähnlicher Machart …

Es gibt ähnliche Bücher, nur fand ich es kurios, dass es im Mutterland des Fahrrades, wo es ja erfunden worden ist, noch nichts Vergleichbares gibt. Außerdem ließen die Fotobände, die es bisher gab, die Modelle sehr anonym wirken. Man erfuhr nicht viel über die Menschen dahinter. Das ist in diesem Buch anders.

Nach welchen Kriterien hast du Mensch und Fahrrad ausgewählt?

Mein Anspruch war es, die ausgefallensten Fahrräder, die mich persönlich fasziniert haben, heranzuholen. Aber auch Leute, die vielleicht nicht so besondere Räder haben, dafür etwas Besonderes damit machen. Wenn man mit einem stinknormalen Fahrrad einmal um die Welt fährt, dann passte das beispielsweise gut in den Bildband „Cycle Love“.

An welche besonderen Begegnungen erinnerst du dich?

Da denke ich zuerst an Per Poulsen-Hansen, den dänischen Botschafter. Der Typ war hochsympathisch und hat sich über mein Olsenbande T-Shirt gefreut. Oder an einen Chopperfahrer, der mir gegenüber zuerst sehr misstrauisch war, als ich ihn auf der Straße ansprach. Aber es ist schön zu sehen, wie die Leute dann auftauen, wenn sie merken, du hast ein ehrliches Interesse und man sich schließlich doch näher kommt.

Als Autor und Fotograf kannst du nicht selbst im Fotoband auftauchen. Was fährst du für ein Fahrrad und welcher unerzählte Augenblick könnte unter deinem Porträt stehen?

Ich fahre ein recht normales Mountainbike. Und ich erinnere mich noch an den ersten Moment, wo mich mein Vater oder mein älterer Bruder allein mit dem Fahrrad losließ. Da konnte ich kaum glauben, dass ich wirklich das Gleichgewicht halten kann.

Vielen Dank, Simon Akstinat.

Nichts zu danken.

Text: wscher / Foto: Simon Akstinat

Infos: www.knesebeck-verlag.de / Facebook: Cycle Love/ Buchpremieren-Party im stilrad Berlin, Do, 25. April, ab 19.30 Uhr

 

Foto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.deFoto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.deFoto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.deFoto: Simon Akstinat / www.knesebeck-verlag.de