fahrradwoche 48.11 / www.fahrradjournal.de / Foto: wscher

fahrradwoche 48

Eine Woche Fahrradkultur +++ Eine Woche Fahrradkultur +++ Eine Woche Fahrradkultur +++

+++ „Self-made“ lautet diesmal das Motto zweier Radiotipps: Immer wieder mit eigenen Podcasts zu Wort melden sich die Brüder Hans und Thomas Dorsch im fahrradio, zuletzt zur Eurobike. +++ Im Duisburger Bürgerfunk kann an jedem dritten Sonntag im Monat um präzise 20.04 Uhr – ebenfalls unter dem Titel FahrRadio – eine Sendung des ADFC Duisburg gehört und natürlich auch nachgehört werden. In und um Duisburg ist die Sendung übrigens auf der Frequenz 92,2MHZ zu finden. +++

Soldaten der US-Army beim Nahkampftraining / Foto: Wikipedia

+++ Zur aktuellen Kriegsberichterstattung: Es ist weder besonders originell noch verantwortlich Leser über Feindbilder zu generieren. Die Psychologie der Verstrickung des einen in den jeweils anderen Verkehrsteilnehmer funktioniert jedoch so perfekt, dass weder die Boulevardpresse noch die Nachrichtenmagazine darauf verzichten. Wahlweise wird mit „dem Autofahrer“ oder „dem Radfahrer“ als Projektionsfigur in den Artikeln provoziert. Die prompt nachfolgende Leserdebatte gibt der Methode vielleicht recht. Aber war es wirklich notwendig, in dem Getippe angekratzter Seelen aus Internet-Foren zu kramen? Wäre das für einen psychiatrischen Artikel nicht passender gewesen? Der raue Sound einiger Kuriere, die ohnehin am Rande des Todes arbeiten, ist auch kein überraschendes Beispiel. Dafür ist die Wortwahl „Nahkampfzone Straßenverkehr“ wenig zimperlich. Zum Begriffsvergleich und zur Ernüchterung sei das Wikipedia-Foto gezeigt. So etwas sieht man dann doch eher selten im Straßenverkehr. Immerhin –  „Spiegel Online“ brachte es zahlreiche Kommentare ein. „Rad-Rambos blasen zur Auto-Hatz“ +++

Maintenance Kit / Foto: wscher

+++ Eine andere Welt: Wer ein Pashley Guv´nor aus England bestellt, erhält als nette Beigabe eine schöne Dose, in der sich Ersatzschlauch, Brooks Sattelfett, Tuch und Spanner, natürliche eine Packung Tee, sowie ein kleines Manual befindet. Darin steht unter anderem: „Be polite. Whilst riding a bicycle you are an ambassador for all cyclists.” Mit dieser Vision fährt sich´s auch gar nicht so schlecht. +++

+++ Denn Visionen sind einfach toll. Stell dir vor, du sitzt in deinem Büro und die Typen, die dir vertraglich leider was zu sagen haben, fallen dir gerade auf den Wecker. Du schweifst ab und meditierst wieder einmal über die drei Kernfragen deines Arbeitslebens: „Love it? Change it? Leave it?“ An dieser Stelle flattert der jüngste Clip des fröhlichen Holstee Manifesto über deinen Bildschirm. Der Clip ist makellos. Fehlt nur noch der Hinweis auf die ökonomische Basis der super Selbstverwirklichung . +++

+++ Auf Facebook wollte niemand so richtig den „Gefällt mir“-Button anklicken, als die Meldung bekannt wurde, dass Schluss ist mit Fixie Inc. Originaltext: „Liebe Freunde, Partner und Supporter, nach Jahren freundschaftlicher Zusammenarbeit fällt es uns schwer euch mitteilen zu müssen, daß wir den Geschäftsbetrieb zum Jahresende einstellen werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Letztlich war es uns über die Jahre nicht möglich unsere Gesamtstückzahl auf eine kritische Masse zu erhöhen, die unseren betrieblichen und persönlichen Aufwand gerechtfertigt hätte. Die Marke sowie der Hauptlagerbestand gingen nun an einen Online-Anbieter über. Wir bedauern sehr, dass wir dem in uns gesetzten Vertrauen nicht gerecht werden können und bitten um Verständnis für diese Entscheidung.“ Ein „persönlicher Abschied“ und ein Ausverkaufstag findet statt am Samstag, den 17. Dezember in Karlsruhe in der Moningerstraße 13. Letzte Gelegenheit, Einzelstücke wie das Five Star zu ergattern. +++

+++ Am Samstag fand der London Rugby Tweed Run 2011 statt. Mit die ersten Fotos waren im amphalon-Albumvon Tom Wigley zu sehen. +++

+++ Bereits in der fahrradwoche gemeldet: Im Keirin Cycle Culture Café, Oberbaumstraße 5 in Berlin präsentiert ROLLAPALUZA Roller Racing (Goldsprints) am Freitag, den 9. 12., ab 20.00 Uhr. Diesmal mit Anheizer. +++

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+++ Es muss ja nicht immer Bier sein, oder? Spread the word: Ein weiterer origineller Blog – Pâtisserie Cyclisme – kommt wieder einmal aus dem Vereinigten Königreich. Louise McCall macht sich daran, die besten „Cycling Cafés“ unter die Lupe zu nehmen. („Cyclists do have an obsession with coffee and cake, so we aim to find the best ones and share!”) Zuletzt war sie in Stockholm in einem Bianchi Cycle Cafe. Mehr über die Hintergründe von Louise kann man auf der Seite Vulpine erfahren. +++ Vielleicht kommt sie einmal nach Berlin-Charlottenburg, um eine Tasse Espresso (48 Sorten!) und eine italienische Torte im Giro d´Espresso zu goutieren. Dort könnte sie auf Stefan Raisner treffen: „Seit gut 20 Jahren begleitet mich dieser Traum, eines Tages ein eigenes Café, eine richtige Espresso Bar wie in Italien, zu betreiben. Ganz nach italienischem Vorbild, mit viel Charme und vor allem vielen italienischen Köstlichkeiten. Neben dem Radsport, dem ich viele Jahre aktiv verbunden war, ist die italienische Kaffeekultur eine große Leidenschaft von mir.“ (Quelle: www.giro-despresso.de) +++ Auch für diesen Hinweis kriegen wir übrigens kein Geld. Gelegentlich entsteht im Giro d´Espresso aber der eine oder andere Text für das fahrradjournal. Köstlich. +++

wscher


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 Veranstaltungshinweise für die fahrradwoche? E-Mail an: redaktion@fahrradjournal.de

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1 Comment

  • An ein paar Stellen müsste man das Holstee-Manifesto noch „fein justieren“ im Sinne von „tu, was du willst, aber trage die Konsequenzen“.

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