Foto: Majestic/Wolfgang Ennenbach

Hin und weg. Roadmovie auf dem Fahrrad

Foto: Majestic/Wolfgang Ennenbach

Noch wissen wir nichts über den Film „Hin und weg“ von Christian Zübert (Drehbuch und Regie). Und weil wir nichts wissen, begnügen wir uns mit dem Presseheft. Das schreibt den Filmrollen je ein passendes Fahrrad zu: Kiki – Typ: verlässliches Mountainbike. Ihre Aufgabe: Der Sprung ins Ungewisse; Michael – Typ: „stylisches Hightech-Bike“, widerwillig mit Anhänger; Sabine – Typ: Rotes Damenfahrrad, pragmatisch; Domnik, auf dem Tandem vorne,  ansonsten steckt er in der Beziehung fest; Mareike, auf dem Tandem hinten, sonst eher Ton-angebend, Finn – Typ: altes klappriges Stadtrad, Hauptsache, es fährt. Falls jemand unter den Leserinnen und Lesern eines der genannten Fahrradtypen besitzen sollte – jetzt kurz einmal darüber nachdenken – ob man sich in diesen Zuschreibungen wiederfinden kann.

Im Film geht es natürlich um eine Reise, ein Roadmovie auf dem Fahrrad wird versprochen. Der Plot ist schnell erzählt: Jedes Jahr begibt sich Hannes mit seiner Frau Kiki und Freunden auf Tour. Im Wechsel entscheidet jeweils ein Gruppenmitglied, wohin die Reise geht. Diesmal ist es Hannes (zur Erinnerung: Typ sportliches Rennrad) und seine Wahl fällt auf Belgien. Erst unterwegs erfahren seine Mitfahrer den wahren Grund für das Reiseziel: Hannes leidet an einer unheilbaren Nervenkrankheit und will Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Auf die Umsetzung des Themas dürfen wir gespannt sein. Die mitgelieferte Interpretation spare ich an dieser Stelle aus, um die Erwartungen nicht zu dämpfen. In den Sattel steigen u. a. Florian David Fitz („Vincent will Meer“) als Hannes, Julia Koschitz („Ruhm“) als Kiki, Jürgen Vogel („Der freie Wille“) als Michael und vielleicht ja auch (charmant zumindestens in der Vorstellung) Hannelore Elsner als Irene. Kinostart soll Herbst 2014 sein.

Text: wscher / Foto: Foto: Majestic/Wolfgang Ennenbach

 

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3 Comments

  • Hallo,
    Na, da sind wir ja mal gespannt.
    Interessant auch das Foto der Reisegruppe:
    Von ausgestattet für eine mehrwöchige Radtour (grünes, roda und rechtes rotes Top) über Fahrt zum Schwimmbad (vorne links, das alte klapprige Damenrad) bis zum Stadtbummel mit der Freundin (rotes Damenrad – der Gepäckträger ist leer!) scheinen die alle unterschiedliches vorzuhaben…

  • Das Thema Sterbehilfe langweilt mich schon, bevor ich mehr über den Inhalt des Filmes gehört habe. Die Radtour allgemein als Aufhänger wäre ja interessant, ansonsten… naja, ich gebe zu, ich erwarte eine weitere deutsche Weichspül-Pseudo-Skurilität.

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