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Investitionsstau im Berliner Radverkehr

Foto: wscher / www.fahrradjournal.deBerlin. Gerade forderte der „ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD)” in einer Pressemitteilung deutlich höhere Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur in Berlin. „Es ist schon paradox“, so Marion Laube, Vorsitzende des VCD Nordost, „dass die vor ein paar Monaten vom Berliner Senat verabschiedete Radverkehrsstrategie eine schrittweise Erhöhung der Investitionen auf 5 Euro pro Einwohner und Jahr bis 2017 vorsieht. Bei derzeit 3,3 Mio. Einwohnern würde dies 16,5 Mio. Euro jährlich für die Radinfrastruktur bedeuten. Nun müssen wir uns schon darüber freuen, dass geplante Kürzungen vom Tisch sind.“

Der ehrgeizige Finanzsenator Nußbaum hatte ursprünglich sogar Kürzungen bis auf 2,5 Mio. Euro angedacht. Inzwischen sind im Haushaltsentwurf 2014/15 jährlich 4 Millionen Euro vorgesehen. Dass das nicht ausreicht, kann bereits erahnen, wer zu Stoßzeiten in der Stadt unterwegs ist. Doch während sich der Radverkehrsanteil in Berlin in den letzten 10 Jahren nahezu verdoppelt haben soll, wird die Liste geplanter Radverkehrsprojekte in Berlin länger. Der Investitionsstau ist beträchtlich, der Sanierungsbedarf vorhandener Radverkehrsanlagen wird immer größer.

Kritik am Budget für den Radverkehr parierte der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller stets routiniert mit dem Hinweis auf einen knappen Gesamtetat und harten Verteilungskämpfen unter den Ressorts. Schön, dass der VCD in seiner jüngsten Pressemeldung einmal darauf hinweist, dass die Parlamentarier im Berliner Abgeordnetenhaus letztlich die Haushaltshoheit besitzen.

Text u. Foto: wscher

Info: Verkehrsclub Deutschland (VCD)

 

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