Foto: wscher / BFS / VELOBerlin

Selten öffentlich diskutiert: Berliner Fahrrad Schau versus VELOBerlin

Screenshot: BikeBlogBerlin

In Blogs und Social Media wird das Sujet kaum gewagt. Wenn doch, dann mit der größten Vorsicht. Als kritische Größe, wie sie etwa von Wirtschaft und Handel gefürchtet werden müsste, haben sich deutsche Fahrradblogs in der Realität ohnehin nicht erwiesen. Nicht wenige betreiben mit ihren Posts sogar kostenlose Werbung für Industrieprodukte. Dabei wäre eine qualitative Kritik ein spannender Innovationsfaktor für alle Beteiligten. Vom bloßen Dissen rede ich hier nicht.

Was Fahrradmessen angeht, ist es die wohl am häufigsten verbreitete Methode der Blogger, eine einzelne Veranstaltung herauszugreifen und darüber zu berichten. Das gilt übrigens auch für Printmedien. Ich erinnere mich nicht mehr genau, von wie vielen Fahrradmessen und Events kürzlich „der Fahrradfrühling eingeläutet” wurde. Aber auch ich habe es mir leicht gemacht und mich im eigenen Blog einmal für die Berliner Fahrrad Schau aus dem Fenster gehängt. An anderer Stelle die Beiträge des gerade zu Ende gegangenen VELOBerlin Film Awards unter die Lupe genommen.

Umso mehr freue ich mich, dass sich das BikeBlogBerlin jetzt an eine eigene Einschätzung gewagt hat und die beiden Messen „Berliner Fahrrad Schau“ und „VELOBerlin“ einmal im direkten Vergleich betrachtet. Zwar riecht diese ein wenig nach schulischer Erörterung, arbeitet mit Vorsicht und Relativierungen. Und man muss auch nicht dem Schluss folgen, dass sich beide Veranstaltungen mit ihren völlig unterschiedlichen Konzepten und Ausrichtungen inhaltlich annähren sollten. Immerhin: Andere Blogs haben sich mit ihren eigenen Vergleichsurteilen hübsch zurückgehalten. Meinungen dazu wurden nur unter vorgehaltener Hand geäußert. Im günstigsten Fall könnte das BikeBlogBerlin jetzt eine netzöffentliche Diskussion angestoßen haben, die am Ende vielleicht auch den Veranstaltern hilft.

Text: wscher / Logos: Berliner Fahrrad Schau / VELOBerlin / Screenshot: BikeBlogBerlin

 

About the author

fahrradjournal

View all posts

5 Comments

  • Anke Kornblum kommentierte um 13:27 über Google+:

    „Und man muss auch nicht dem Schluss folgen, dass sich beide Veranstaltungen mit ihren völlig unterschiedlichen Konzepten und Ausrichtungen inhaltlich annähren sollten.“

    Nein, muss man nicht. Das liefe in der Konsequenz ja darauf hinaus, dass zwei quasi identische Fahrradmessen im Abstand von zwei Wochen stattfinden würden.

  • Kritisch: Finde ich gut!
    Diskussion: Finde ich auch gut!

    Man muß Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, deshalb ist ein Direktvergleich beider Messen sicherlich wirklich schwierig. Aber man kann natürlich zu verschiedenen Obstsorten eine Meinung haben (und laut konstatieren), was – selbst dann, wenn man nur über Äpfel spricht – einige Rückschlüsse auch auf andere Obstsorten zuläßt.

    Ich habe es mir, wie die meisten anderen, mit meiner Kritik auch leicht gemacht und nur über die VELO (und dann auch noch nur über die PK dazu, da ich auf der Messe gar nicht war) geschrieben.
    Ich habe es mir dann aber wiederum nicht leicht gemacht, indem ich hie und da eher scharf und provokant formuliert habe.

    Und, peng, kam (vom BikeBlogBerlin-Blogger) ein Kommentar, der genau die gewünschte Diskussion auslöste.

    Und das ist wiederum gut.

    Fazit:
    Auch wenn das, was Du oben schreibst, sicherlich sehr berechtigt ist, so führen doch viele Wege nach Rom (bzw. zur differenzierten Diskussion).

  • War es das schon? Alles gesagt zu den Berliner Fahrradmessen? Fahren wir nun doch wieder alle zur Eurobike oder wollen wir noch mehr aus den Möglichkeiten machen, die die „BikeCityBerlin“ bietet? (entschuldige den Anglizismus, FahrradStadtBerlin klingt so hausbacken)
    Lasst uns die Diskussion weiterführen. Ach ja: VELOBerlin und Berliner Fahrrad Schau – was sagt IHR eigentlich dazu?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *